Let’s dance!

Breakdance ist eine Tanzart, die weit entfernt von „klassischen“ Tanzstilen ist. Und doch ist das Ziel dieser athletischen Kunstform dasselbe wie das ihrer klassischen „Konkurrenten“: (Junge) Menschen zum Tanzen zu bewegen. 

von Le Vu

Breakdance, oft auch als Breaking oder B-boying bezeichnet, ist ein Teil der Hip-Hop-Bewegung, die im New York der frühen 1970er als Alternative zu Gangs (und deren Gewalt) entstanden ist. Damit stand Breakdance von Anfang an für die Akzeptanz aller Menschen unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht.

Da Breakdance eine enorm vielfältige Tanzart ist, kann zu Hip-Hop und Funk, aber auch zu Elektromusik und House getanzt werden. In seiner Entstehung wurde der Tanz maßgeblich vom Rocking, diversen James Brown-Tanzschritten, dem Bodenturnen sowie den damals populären Kung-Fu-Filmen geprägt. 

Breakdance ist bei vielen Jugendlichen ein Hobby, in dem Tanzschritte und athletische Fähigkeiten miteinander kombiniert und zur Schau gestellt werden, was in „Battles“ (Wettbewerben) seinen Höhepunkt findet. Entsprechende Veranstaltungen werden musikalisch von einem DJ begleitet, wodurch den Teilnehmern der Battles jegliche Vorbereitung unmöglich wird. Gibt es mehr als zwei Teilnehmer, die sich miteinander messen wollen, nennt man diese Mehrzahl von Teilnehmern „Crew“. Aus der Teilnehmergruppe tut sich der am meisten hervor, der am kreativsten und souveränsten passend zur Musik seine „Moves“ kombiniert.

Breaking ist ein Hochleistungssport, sofern man ihn intensiv betreiben will, und kann nur mit Mühe gut erlernt werden, da gewisse Athletik und Akrobatik gefordert ist. Dazu verhelfen besonders ein gewisser Ehrgeiz, Kraft, Spaß, Interesse und Leidenschaft, die einem am besten zu täglichem Training motivieren.

Während äußerst schwere Kombinationen besonders reizvoll wirken und das Publikum fesseln, ist es genau das, was auch die Breaker selbst motiviert: Kraftaufwand, um Freude zu erleben und zu verbreiten, aber auch Training, um sich mit anderen auszutauschen.

Da viele Anfänger mit der Angst zu kämpfen haben, dass sie sich schnell verletzen können, ist an dieser Stelle klarzustellen: Die Verletzungsgefahren sind nicht allzu hoch, solange man mit Kopf und genug Selbstbewusstsein an die Sache rangeht. Man muss seine eigenen Grenzen kennen und auch kennenlernen, um auch das „richtige Hinfallen“ als Erfahrungswert zu verarbeiten. Somit ist b-boying ein enorm bereicherndes Hobby.

Erwachsene lassen sich äußerst schwer von Spaß und Mobilität dieses Sports überzeugen, wenn sie damit nicht aufgewachsen sind, wie es scheint, doch hier könnte etwas Annäherung der vorangegangenen Generation durchaus interessant und hilfreich sein, denn das rasante Tempo dieser Tanzart lässt Euphorie und ein belebendes, mobilisierendes Gefühl entflammen. Man fühlt sich schlagartig wieder jung, wenn man die Art der Musik und des Tanzens probiert hat.

Bei allen Bedenken gegenüber dieser Sportart und diesem Tanz fasst ein Sprichwort doch vieles zusammen, da Hip-Hop endlich von der breiten Masse der Bevölkerung akzeptiert, toleriert und aktiv in den Alltag integriert werden sollte: „Probieren geht über Studieren.“

 

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