„Unsere Kinder werden Fragen stellen, deren Antworten wir heute schon kennen müssen!“

Schülergruppe Roland Berger Stiftung u Belgeitpersonen mit KSPG Range Extender Fahrzeug

Wenn das nicht mal ein toller Slogan für ein so erfolgreiches Unternehmen wie die KSPG AG ist. Genauso erscheint es aber, wenn man bei dem Betrieb auf einen Besuch vorbeischaut und sich alles einmal genau erklären lässt.

von Elisabeth Bauer und Karlo Jurcevic

„Sinn und Zweck ist es, Sie heute für die Technik zu begeistern“, waren die ersten Worte von Werner Böckle, dem Leiter Führungskräfteentwicklung und Grundsatzfragen. Bei seiner Eröffnungsrede für den „Erlebnistag Technik“, der uns Stipendiaten aus Baden-Württemberg als Seminar angeboten wurde, konnte man so einiges in Erfahrung bringen. KSPG ist einer der Förderer der Roland Berger Stiftung, außerdem engagieren sich zwei ihrer Mitarbeiter als ehrenamtliche Mentoren.

Nach der interessanten Eröffnungsrede stellte uns Peter Hartung, der Leiter der Abteilung Unternehmenskommunikation und Marketing, das Unternehmen vor. KSPG ist ein weltweit agierender Automobilzulieferer. Mit einem nachhaltigen und umweltorientierten Verantwortungsbewusstsein werden hier Kolben und Motorblöcke entwickelt und gefertigt. Im Bereich der Schadstoffreduzierung ist KSPG sehr aktiv. Dies zeigte uns Herr Hartung in einem eindrucksvollen Video, das die These „Wir sind Entwickler mit Leidenschaft“ vertrat.

Nach dieser Einführung durften wir KSPG live erleben! Im Laufe eines Rundgangs durch die Werkhallen wurden wir von zwei jungen Mitarbeitern, die ein Duales Studium Maschinenbau absolvieren, geführt. Mit Begeisterung haben sie unsere Fragen beantwortet. Ausgestattet mit orangefarbenen Mänteln, Schutzbrillen und Headsets standen wir in einer mindestens zehn Meter hohen Gießereihalle. Um uns herum verrichteten in großen Metallkäfigen Roboterkräne ihre Arbeit. In Schmelzöfen brodelte das geschmolzene Aluminium mit 800°C, das später in Form gegossen wurde. Bei dem Rundgang fiel auf, dass es in den Hallen nicht einmal ein ganz kleines bisschen dreckig war, denn die Maschinen, die am meisten Staub und Dreck verursachten, stehen in abgetrennten Kammern. Sicherheit und Sauberkeit werden bei KSPG sehr groß geschrieben. Deswegen haben wir auch nur im Sicherheitsabstand die Wärme der fertigen Blöcke beim Vorbeilaufen gespürt. In einigen Abteilungen wird rund um die Uhr gearbeitet, informierte uns einer der Führer. Und schon ging es wieder weiter. Röntgenstrahlen, die die fertigen Stücke nach Bearbeitungsfehlern untersuchten, wurden ebenfalls in dafür vorgesehene Kammern weggeschlossen.

Zur Überraschung aller liefen wir in der Fabrik doch tatsächlich an ein paar wenigen Pflanzen vorbei und natürlich fragte eine Stipendiatin sofort nach deren Zweck. „Damit es hier hübscher aussieht“, war die Antwort, die lautes Lachen auslöste.

Nach der Führung ging es dann zur Autoschau. Dabei wurde uns von einer Mitarbeiterin der Prototyp eines Elektroautos mit einem „Range Extender“ vorgestellt. Dieser „Range Extender“ („Reichweiten-Verlängerer“) ist eine neue Entwicklung von KSPG und soll sozusagen als Brückentechnologie den Elektromotor des Autos unterstützen und so die Reichweite verlängern. Begeistert hörte man die Frage eines Stipendiaten: „Können Sie damit einmal um den Hof fahren?“ Statt einer Probetour haben wir dann die „unhörbare“ Zuschaltung des „Range Extender“ zum Motor vorgeführt bekommen. Nach ein paar Gruppenfotos ging es dann in die Vorstandskantine zu einem sehr leckeren, gemeinsamen Mittagessen mit Pizza und Obstsalat.

Anschließend haben wir von drei Mitarbeitern aus den Bereichen Fertigungsplanung und Arbeitsvorbereitung beziehungsweise Anlagenplanung einen sehr ausführlichen Bericht über ihre Arbeit und wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind gehört. Sehr interessant war dabei, dass jeder der ausgewählten Mitarbeiter einen anderen Werdegang hat. Monika Rossel wählte beispielsweise den klassischen Weg eines Studiums an der Hochschule. Ihre Masterarbeit schrieb sie bei KSPG und blieb nach ihrem Abschluss bei dem Unternehmen. Ihr Kollege, Andreas Kuttruff, hat nach seinem mittleren Bildungsabschluss eine Ausbildung absolviert und sich danach doch noch für ein Duales Studium entschieden. Andreas Schaller hat ebenfalls erst nach seiner Lehre die Fachhochschulreife erlangt und danach ebenso dual studiert. Dieser Vortrag hat uns Stipendiaten gezeigt welche Möglichkeiten es gibt, in einen solchen Beruf einzusteigen, wenn man sich für Technik interessiert. Alle drei Mitarbeiter betonten, dass der Spaß, an dem was man tut, das Wichtigste ist.

So ging ein erlebnisreicher Tag voll von Technik und spannenden Eindrücken zu Ende und wer weiß – vielleicht führt der berufliche Weg den einen oder anderen von uns Stipendiaten später einmal zu KSPG zurück. Lust darauf hat uns diese Begegnung jedenfalls gemacht!

 

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