Studienwahl 2.0

von Gregor Gindlin und Michael Rother

Es gibt ungefähr 16.000 verschiedene Studiengänge in Deutschland. Doch welcher ist der richtige für mich? Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, kamen am ersten Februar-Wochenende Stipendiaten zu dem Seminar BA/FH-Konkret in Jena zusammen.

Nach der individuellen Anreise am Freitagabend und einem Essen in einem gemütlichen Jenaer Gasthaus startete am Samstag das umfangreiche Programm zur Studienorientierung. Schwerpunkt für uns, Schüler aus ganz Deutschland, war dabei das Thema der Studienwahl an Fachhochschulen und Berufsakademien.
Mit der Darlegung der Studienangebote wurde der Vormittag schon voll ausgefüllt:
Zunächst wurden wir durch Daniel Seiferheld, den Projektleiter des Stipendiums für Thüringen, und Prof. Dr.-Ing. Bruno Spessert, Prorektor für Forschung und Entwicklung an der FH Jena, begrüßt. Es folgten Impulsreferate über das Studium an Fachhochschulen bzw. Berufsakademien, die uns über die unterschiedlichen Studienangebote und Besonderheiten aufklärten. Diese informativen Vorträge für das Plenum bildeten die Grundlage für die anschließende „Schnupperzeit“ in den Fachbereichen  der Ernst-Abbe-Fachhochschule.

In knapp drei Stunden brachten uns Professoren, Dozenten und Studenten, die für uns ihren Samstag opferten, ihr eigenes Fachgebiet näher. Besonders einprägsam waren die Besuche in den Laboren der FH, wie z.B. dem der Biotechnologie, der Fakultät für Grundlagenwissenschaften (namentlich Mathematik und Physik) oder dem Akustiklabor, einem fast vollständig schalldichten Raum. Aber auch Optik, Soziologie, Medizintechnologie und der neue Studiengang „Wirtschaft und Entwicklung“ sollen hier ihre Erwähnung finden.
Eine mittägliche Verschnaufpause folgte dieser intensiven und äußerst aufschlussreichen Phase von Fachvorträgen, Experimenten und Gesprächen mit Studenten und Lehrbeauftragten. In dieser hatten wir die Gelegenheit zu resümieren, was man an diesem Tag erfahren hatte, was besonderes Interesse weckte und welche persönlichen Fragen noch unbeantwortet waren. Diese konnten dann im folgenden „SpeedDating“ mit Professoren, Studierenden und Absolventen gestellt werden.
Viereinhalb Minuten mussten hierbei jeweils genügen, um spezifische Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen oder einfach nur Kontakte zu knüpfen.
Äußerst informativ und richtungsweisend war auch ein kurzer Überblick über Auslandsangebote während der Studienzeit sowie weiterführende Stipendien.
Letzter Ordnungspunkt für diesen Tag war die Podiumsdiskussion mit den Rektoren sowie zwei Studenten der Fachhochschule Jena und der staatlichen Studienakademie Thüringen, in der Fragen gestellt werden durften und die Zukunft der vertretenen Hochschulformen in den Fokus geriet.
Am Sonntagvormittag war die individuelle Zielklärung für uns Stipendiaten Schwerpunkt. So folgte einem Vortrag über das Thüringer Studentenwerk eine letzte intensive Arbeitsphase zur weiteren Orientierung auf dem Weg zum Studium. Jeder konnte für sich, im Austausch mit den Mitstipendiaten und Experten oder mittels Internetrecherche, überlegen, wie die nächsten Schritte zum perfekten Studienplatz aussehen sollen. Bei absoluter Ratlosigkeit half aber auch schon die Berufsberatung weiter.
Gegen 13 Uhr endete das Seminar nach abschließender Mahlzeit in der Hoffnung, nicht nur leiblich, sondern auch im eigenen Studienwillen gestärkt zu sein.

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