„Gone“ von Michael Grant

Eine Buchbesprechung von Ayce Erdem

„Gone“ ist ein Fantasy-Roman von Michael Grant, der im Jahr 2008 vom „Electric Monkey-Verlag“ auf Englisch veröffentlicht wurde.

Der Inhalt: Im Bruchteil einer Sekunde verschwinden sie plötzlich. Die Lehrer, die Eltern, die Geschwister, alle über 15-Jährigen verpuffen in der kleinen Stadt Perdido Beach. Geblieben sind nur die geschockten und ahnungslosen Kinder. Und die wissen nur eines: Sie sind durch eine elektrische Kuppel abgeschottet vom Rest der Welt, in der seltsame Dinge vor sich gehen. Allmählich beginnen die Kinder, übernatürliche Fähigkeiten zu entwickeln –  bis sie 15 Jahre alt sind, dann verschwinden sie auch wie die anderen.

Als das Chaos auszubrechen droht, übernimmt der charmante Caine Soren die Führung. Zu spät merken die Kinder, dass Caine nichts Gutes im Sinn führt, doch keiner hat die Macht, es mit ihm aufzunehmen. Allein der gutmütige Sam kann ihm die Stirn bieten, jedoch hat er keinerlei Absichten, Anführer der Hinterbliebenen zu werden. Lieber macht er sich mit seinen Freunden Quinn und Astrid auf den Weg, Astrids kleinen Bruder Pete zu finden, wobei sie auf den Grund der Katastrophe kommen. Doch das nächste Problem steht ihm schon bevor. In ein paar Tagen wird er 15, und er darf seine Freunde auf keinen Fall im Stich lassen, denn Caine hat es aus besonderen Gründen auf ihn abgesehen…

„Gone“ zeigt uns mit fantasievoller und origineller Art, wie die Welt ohne Gesetze wäre und wie schmal die Grenze zwischen Gut und Böse ist. Ein tolles Beispiel für die Anpassungsgabe und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern, die in die Rollen der Erwachsenen gezwungen werden. Mit unzählig vielen Charakteren erscheint das Buch sehr lebhaft, man erlangt so einen großen Überblick über die Situation in Perdido Beach und entwickelt Verständnis und Sympathie für die einzelnen Figuren. Die Spannung wird unter anderem auch dadurch erzeugt, dass immer wieder Personen hinzugefügt werden und sich somit die Frage stellt, welche Rolle sie zukünftig spielen.

Die Brutalität und Boshaftigkeit ist in „Gone“ sehr groß, aber dadurch wirkt das Buch nur noch realistischer. Die Besonderheit an „Gone“ ist, dass die Handlung nie vorauszusehen ist und man immer wieder von Einzelheiten überrascht wird. Doch eins lässt sich sicher sagen: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite bestehen!

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