Oh mein Gott! Nächste Woche Abitur – was nun?

10 Tipps, um lässig durchs Abitur zu kommen

von Karlo Jurcevic

Eines Tages schauen wir alle auf unseren Terminplaner und stellen erschrocken fest: Oh nein, nächste Woche sind schon die schriftlichen Abiturprüfungen und ich habe noch nichts gelernt!! Ohje. Wo fange ich jetzt am besten an? Erst mal das wiederholen, was am weitesten in Vergessenheit geraten ist? Oder besser gleich Abiaufgaben lösen? Stress pur!

Besser ist es, die Zeit zurückzudrehen, so in etwa drei Monate zurück. Dann denkt Ihr: Ach, ich habe ja noch drei Monate Zeit. Eine halbe Ewigkeit… Ist es aber eben nicht! Und wer glaubt, dass es sich unter Stress und Zeitdruck sowieso besser lernen lässt, der irrt sich aber ganz gewaltig.  Wer lässig durchs Abitur kommen möchte, der fängt auch rechtzeitig mit dem Lernen an.

Ich habe hier 10 Tipps zusammengestellt, die ich angewandt habe, um die schriftlichen Prüfungen ganz gechillt hinter mich zu bringen. Vielleicht helfen sie Euch ja auch.


1. Was ist Euer Lerntyp?

Wenn Ihr bisher noch nicht wisst, was Euer Lerntyp ist, dann ist es jetzt zwingend notwendig, das herauszufinden. Aber normalerweise hat man sich in den letzten Jahren ein eigenes Lernsystem aufgebaut und weiß, wie man am besten lernt. Ich bin eher der visuelle Typ, der alles einmal aufgeschrieben haben muss. Welcher Typ bist Du?

2. Einmal gelernt – immer gelernt

Wenn Ihr schon zwei Jahre vor den Prüfungen wisst, worin Ihr schriftlich abgefragt werdet, dann ist ab sofort jeglicher Stoff in diesem Fach Abi-relevant. Ich habe deswegen für jede Klausur eine Zusammenfassung geschrieben. Hebt diese unbedingt bis zum Abi auf – so spart Ihr Euch später viel Arbeit. Was irgendwann mal abgespeichert wurde, ist es immer noch – nur ganz tief vergraben im Hinterkopf, holt es an die Oberfläche.

3. Beginnt rechtzeitig

Ihr spart Euch sehr viel Stress, wenn Ihr rechtzeitig beginnt zu lernen. Am besten bereits drei Monate vor Eurem Abitur. Es ist nicht nötig, dass Ihr jeden Tag zehn Stunden am Schreibtisch sitzt und büffelt, es reicht bereits aus, wenn Ihr anfangs zehn Minuten am Tag in den Unterlagen blättert. Wiederholen ist das A und O.

4. Erstellt einen Plan

Erstellt euch für den letzten oder die letzten beiden Monate einen Lernplan, so könnt Ihr viel besser den Überblick behalten, was Ihr schon gelernt habt und was nicht. Sonst könnte Euch der ganze Stoff über den Kopf wachsen.

5. Macht Pausen

Euer Kopf muss einfach mal abschalten, um das Gelernte zu verarbeiten. Das geht natürlich am besten mit einem kurzen Powernap, aber jeder kennt es: Nach einem Mittagsschläfchen ist es schwer, sich wieder zum Lernen zu motivieren. Deswegen nehmt meinetwegen erst mal eine Dusche, geht spazieren oder lenkt Euch mit irgendetwas ab, das keinen Eurer Sinne anstrengt. Fernsehen, Arbeiten oder Spielen am Computer etc. sind zum Pause-Machen absolut ungeeignet!

6. Motiviert Euch selbst

Mir hat es immer geholfen, mich selbst zu belohnen, wenn ich eine Lerneinheit hinter mich gebracht hatte. Schokolade zum Beispiel tut da wahre Wunder – schüttet Glückshormone aus, aber wenn Ihr gerade auf Diät seid, dann belohnt Euch doch mit Euerm Lieblingssong oder verbringt nach einem anstrengenden Lerntag einen Abend mit Freunden. Das macht nicht nur Spaß, sondern motiviert Euch auch gleichzeitig!

Wenn das nicht klappt, holt Euch Motivation von Euern Mentoren! Ich bin mir sicher, dass sie für Euch da sind. Und falls Ihr keine habt, dann sprechen Euch auch Eure Projektleiter bestimmt gerne Mut zu.

7. Verzichtet auf Zeitfresser

Versucht vor allem, vier Wochen vor dem Abi auf alles zu verzichten, was Euch Zeit kostet. Mag es das Internet sein, irgendwelche Spiele oder viel zu langes Ausschlafen. Die Zeit rennt!

8. Keine Panik

Sobald Ihr in Panik verfallt, schließt Euer Kopf alle Türen, d.h. Ihr bekommt absolut nichts mehr in den Kopf rein! Sollte das passieren, versucht Euch irgendwie wieder auf den Boden zu holen! Außerdem braucht Ihr keine Panik zu schieben, es haben schon so viele vor Euch das Abi geschafft, dann sollte das für Stipendiaten der Roland Berger Stiftung erst recht kein Problem sein!

9. Vertreibt Kummer und Sorgen

Es gibt eine gesunde Droge, die Glückshormone freisetzt und das Zentrum, das im Gehirn für die Angst zuständig ist, vorübergehend ausschaltet. Sie heißt: Musik! Singt einfach Euer Lieblingslied unter der morgendlichen Dusche vor der Prüfung. Hört am besten auf dem Weg zur Schule Musik, die Euch gefällt. Das vertreibt Angst und sorgt dafür, dass es Euch besser geht.

Meine Klassenkameraden haben mich immer blöd angeschaut, als ich im Prüfungsraum direkt vor der Ausgabe der Klausuren „Counting Stars von One Republic“ gesummt habe, aber es hat geholfen!

10. Was tun bei einem Blackout?

Oh nein! Mathe, eine Aufgabe, ich habe keine Ahnung was ich tun muss – Blackout! Ganz ruhig bleiben, tief durchatmen. Lest die Aufgabe nochmal in Ruhe durch, esst oder trinkt etwas nebenher. Und geht zur nächsten Aufgabe über. Im Hinterkopf knobelt Euer Gehirn ganz heimlich und leise an der Blackout-Aufgabe und setzt Euch später nochmal dran. Es wird schon! Irgendwie… 

So, das war’s – so bin ich gut durch die Abi-Zeit gekommen! Hoffentlich helfen Euch meine Tipps. Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen. 

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