Über den Umgang mit mir selbst

Bericht zum Seminar der jüngeren Stipendiaten aus Baden-Württemberg am 23. und 24. März 2014

von Karlo Jurcevic 

Als Mitglied im Redaktionsteam der Stiftung hat man so manchen spannenden Auftrag zu erfüllen. An einem Wochenende im März lud mich Herr Kokkinos, Projektleiter des Deutschen Schülerstipendiums in Baden-Württemberg, ein, an einem Seminar für die „kleineren“ Stipendiaten teilzunehmen und darüber zu berichten. Aber nicht nur das, ich durfte gelegentlich sogar in die Betreuerrolle schlüpfen.

In dem Seminar ging es vor allem darum, sich selbst besser kennen zu lernen und herauszufinden, wie andere einen wahrnehmen. Die Stipendiaten lernten anhand des Beispiels von einem Eisbären im Zoo das Lernzonenmodell kennen. Die Komfortzone ist die, in der man sich gut auskennt und in der man sich wohlfühlt. Hier weiß man genau, was einem passiert und man fühlt sich sicher. In der Lernzone beginnt man – wie der Name schon sagt – zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und bewegt sich abseits der Dinge, die man kann und die man gewohnt ist. Der Übergang von der Komfortzone in die Wachstumszone ist nicht einfach, denn hier muss häufig der innere Schweinehund überwunden werden. Wenn man sich in der Lernzone gut und sicher fühlt, wird man „hungrig“ auf Neues und möchte seine Erfahrungen erweitern. Darüber gelangt man in die Wachstumszone.

Mit spielerischen Übungen lernten die Stipendiaten, dass jeder einzelne von ihnen ein anderes Zeitgefühl hat und abhängig von seiner Tätigkeit sich auch das Zeitgefühl verändert. So vergehen die Ferien sehr schnell, da wir in dieser Zeit in der Regel sehr viel Spaß haben. Eine weitere Übung zeigte ihnen ihre Grenzen auf, während noch eine andere die Wahrnehmung betraf.

Die Seminarleiterin Frau Schwaab erarbeitete gemeinsam mit den Kindern auf humorvolle und unterhaltsame Weise, was es denn überhaupt bedeutet, ein Stipendiat der Roland Berger Stiftung zu sein. Die Ergebnisse aus der Diskussion hielten die Stipendiaten auf einem Plakat fest. Dabei gab es keine Systematik, jeder konnte seine Gedanken auf dem Plakat niederschreiben – solange sie mit der Aufgabenstellung zusammenhingen, was es denn bedeute, Stipendiat der Stiftung zu sein. Es gab kein „Richtig“ oder „Falsch“. So entstand ein ganz buntes Plakat aus vielen verschiedenen Ideen.

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Ein weiterer wichtiger Inhalt des Seminars war, zu lernen, wie man Ziele richtig formuliert und sie schließlich auch einhält. Dazu lernten die Stipendiaten unterschiedliche Kompetenzebenen und auch den „inneren Schweinehund“ kennen.

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Zusammengefasst war es ein sehr lehrreiches Seminar. Beeindruckend war die Sozialkompetenz der Stipendiaten in der Gruppe, die mit fünfzehn Teilnehmern für ein solches Seminar ziemlich groß war. Auch der Altersunterschied von bis zu sechs Jahren war sehr groß, aber jeder hat intensiv mitgearbeitet.

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Ich fand es super, bei diesem Seminar dabei sein zu dürfen, und freue mich schon auf meine nächste Aufgabe als Mitglied des Redaktionsteams der Stiftung!

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