„All in one rhythm“

Fuleco.2013„All in one rhythm“ – So lautet der offizielle Slogan zur FIFA Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Diese findet vom 12. Juni bis zum 13. Juli in zwölf ausgewählten WM-Stadien statt. Am 13. Juli wird das Finale in Rio de Janeiro im Maracana-Stadion ausgespielt.

von Andreas Räbiger

32  Nationalmannschaften treten für ihre Heimatländer an, um den goldenen Pokal mit nach Hause zu nehmen und über vier Jahre der Titelregent zu sein. Es gibt acht Gruppen mit je vier Teams, die in Gruppenspielen den Ersten und Zweiten einer Gruppe ermitteln. Diese spielen im darauf folgenden Achtelfinale per KO-System; dabei muss der Erstplatzierte einer Gruppe gegen den Zweiten einer anderen antreten. Jeweils die Gewinner einer Partie kommen eine Runde weiter. Also nach dem Achtelfinale ins Viertelfinale, Halbfinale und dann in das umworbene Finale. Die Mannschaften, die im Halbfinale verlieren, spielen vor dem Finale den dritten Platz aus. Wer gegen wen spielt, sowohl Gruppen- als auch Finalspiele, lost die Fifa im Vorfeld eines Turniers aus. Das heißt z.B. der Gewinner des Achtelfinales A spielt gegen den Gewinner des Achtelfinales F.

Jedes Spiel wird von Schiedsrichtern geleitet, die von der Fifa bestimmt werden, gemessen an der Leistung, die sie in den jeweiligen Nationalligen gezeigt haben.

Das Maskottchen der diesjährigen Weltmeisterschaft heißt „Fuleco“, abgeleitet von „futebol“ (Fußball) und „ecologia“ (Umweltschutz), und ist ein brasilianisches Dreibindengürteltier (Tolypeutes tricinctus).

Fuleco.2013

Fuleco © Agência Brasil

Das sportliche Großevent erregt und fasziniert alle vier Jahre hunderte Millionen Sportbegeisterte und Fans auf der ganzen Welt. Insofern ist die Fifa auch von der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit abhängig. 

Einen Mangel an Fußballinteresse kann man beispielsweise dem deutschen Publikum nicht vorwerfen. Ganz im Gegenteil: Die Teilnahme am Fußballgeschehen im Ausland fasst bei großen sportlichen Turnieren sehr große Ausmaße. Lediglich die Zeitumstellung verhindert Fans, die Sportveranstaltung zu jeder Zeit live zu verfolgen. Die deutsche Nationalmannschaft wäre im Halbfinale und vielleicht im Achtelfinale betroffen. In Brasilien sind die Anstoßzeiten über den Nachmittag verteilt. In Deutschland sind sie dagegen fünf bis sechs Stunden später. Somit könnte das Public Viewing in den Abendstunden gefährdet sein.

Bei der WM gibt es allerdings noch größere Probleme als die Zeitumstellung. Es herrscht viel Kritik an der Organisation in einigen Punkten. Zum einen gibt bzw. gab es Probleme bei dem Ausbau von Stadien und der Infrastruktur. Die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter sind leider nicht auf einem angemessen Niveau. Durch den Neu- oder Umbau von Stadien mussten viele Menschen zwangsumgesiedelt werden und somit gibt es mehr Obdachlose. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft gab es zudem Korruptionsvorwürfe, weshalb auch der brasilianische Sportminister zurücktrat. Zum anderen wird die Bevölkerung außen vorgelassen und über ihre Köpfe hinweg entschieden. Deshalb denken die Brasilianer, dass es bei dem Sportevent nur um das Geldverdienen geht. Eine Folge davon sind viele Massenproteste und diese halten seit dem Confed-Cup (Konföderationspokal) im Juni 2013 in Brasilien an.

Eine weitere Sorge ist die Kriminalitätsrate in manchen Städten. Im Spielort Manaus zum Beispiel ist diese Rate sehr hoch. Für manche ist auch die Aufhebung des Alkoholverbotes ein Problem. Für mich stellt sich eher die Frage nach dem Event. Was wird aus den Stadien? Wie werden diese weiter genutzt? Zwei Jahre später ist zwar Olympia, aber nur in Rio de Janeiro. Hat es sich dann gelohnt, so viel Geld zu investieren? Werden auch nach der WM noch viele Fußballfans in die Stadien gehen und dem Fußball der brasilianischen Liga zuschauen? Man wird es erst nach den Großevents des Sports sehen.

Dieses große sportliche Ereignis, von vielen Menschen auf der ganzen Welt verfolgt, wird wieder ein Megaspektakel für Jung und Alt, auch wenn die Probleme das Ansehen des Turniers schädigen.

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