Prinz Bussel – unser neues Opernprojekt mit der Semperoper

In Sachsen findet nach der „Konferenz der Tiere“ erstmals wieder ein Opernprojekt mit der Semperoper Dresden statt. Diesmal bringen wir einige Szenen aus „Prinz Bussel“ auf die Bühne. Allerdings nicht auf die große Bühne der Semperoper, sondern wir führen die Szenen in verhältnismäßig kleinem Rahmen bei unserem Sommerfest auf. Trotzdem ist es wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Vom 23. bis zum 25. Mai fand unser erstes Probenwochenende dazu statt.

von Emilie Grallert

Vom Dresdner Hauptbahnhof ging es gleich zur Semperoper. Dort startete dann auch sofort die allgemeine Begrüßungszeremonie, denn natürlich mussten gute Freunde, die man lange nicht gesehen hatte, ausgiebig begrüßt werden. Aber wir waren nicht nur über das Wiedersehen mit den anderen Stipendiaten glücklich, sondern auch mit dem, von mir zumindest, mittlerweile lieb gewonnenen Gebäude. Wir freuten uns auch sehr, das Semperoper-Team wiederzusehen, mit dem wir bei der „Konferenz der Tiere“ gearbeitet hatten. Einige waren auch das erste Mal überhaupt hinter den Kulissen der Semperoper und waren sicher überrascht, als wir nach einer kurzen Gesangsprobe fröhlich zur hoch gepriesenen Kantine stürmten. Als wir dann abends quietschfidel vor dem Jugendgästehaus Dresden standen, hatten wir also schon einen ereignisreichen Tag hinter uns.

Am nächsten Tag machten wir uns dann aber nicht wieder auf den Weg zur Semperoper, sondern zur Kleinen Szene in Neustadt. Dort probten wir den ganzen Tag, aber es kam nicht so wie erwartet. Die Erwartungshaltung war im Allgemeinen, dass uns eine Choreographie vorgegeben würde, die wir dann den ganzen Tag proben sollten. Doch im Gegenteil; nach ein paar Aufwärmübungen kamen erst noch allgemeine Übungen zu Körperausdruck und Schauspiel dran. Schließlich probten wir die Szenen und arbeiteten selbst an der Choreographie mit! Das war sicherlich das Spannendste, denn wie wir später feststellen sollten, unterscheidet sich unsere eigene Choreographie gänzlich von der Choreographie der Aufführung, die auf der Nebenbühne der Semperoper gespielt wird.

Am nächsten Tag waren noch einige Proben in der Kleinen Szene angesetzt, bevor wir dann die Aufführung von „Prinz Bussel“ in der Semperoper besuchten. Diese lieferte wieder viel Diskussionsstoff, allerdings hatten wir danach nur auf der Zugfahrt Zeit, uns gemeinsam damit zu befassen.

Insgesamt kann man sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Semperoper wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Ich denke, ich spreche im Interesse der meisten anderen Stipendiaten, wenn ich sage, dass wir uns alle auf ein länderübergreifendes Folgeprojekt mit der Semperoper freuen würden und hoffen, dass wir noch einmal etwas so Großartiges erleben dürfen!

 

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