Filmrezension: „Lucy“

von Bao Tran Nguyen

Eine junge Frau namens Lucy (Scarlett Johanssen) wird zum Drogenschmuggel gezwungen. Ihr Körper soll als Depot einer neuen Droge dienen, aber als es zu einer Auseinandersetzung mit einem ihrer Entführer kommt, geraten die Drogen in ihren Blutkreislauf und plötzlich wird ihre Gehirnkapazität rapide gesteigert: Sie kann ihre eigenen Zellen kontrollieren und auch die anderer Menschen. Zudem spürt sie keinen Schmerz mehr. Lucy bekommt neue Fähigkeiten als Mensch und kann sich von ihren Entführern befreien.

Nach einiger Zeit bemerkt sie, dass sie durch die tödlichen Drogen in Lebensgefahr schwebt. Während Lucy sich auf den Weg zu dem Wissenschaftler Norman (Morgan Freeman) macht, wird sie von ihren Entführern verfolgt. Sie entwickelt immer weitere Fähigkeiten, wie z.B. Gegenstände durch ihre Gedanken zu bewegen oder viel Wissen in kurzer Dauer in ihrem Gehirn abzuspeichern. Lucy weiß, dass sie sich beeilen muss, um diesen Prozess zu stoppen, da sie sonst ihre Menschlichkeit verliert.

Scarlett Johanssen verkörpert die Figur Lucy sehr gut. Am Anfang ist sie eine verwirrte und verzweifelte Frau, die abends gerne weg geht und sich einfach treiben lässt. Während des Films entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Frau, die mehr von der Welt versteht. Sie denkt nicht mehr nur an sich selbst, sondern auch an ihre Mitmenschen.

Der Film ist sehr verständlich und man kann sich in die Hauptperson gut hineinversetzen. Der Anfang des Filmes ist sehr realistisch und auch typisch für eine Frau wie Lucy. Im Laufe des Filmes entfalten sich die neuen Fähigkeiten von Lucy, die sehr auf Science-Fiction basieren. Der Film hat viele actionreiche Stellen, was den Film spannend macht und wahrscheinlich für beide Geschlechter gleich interessant. Die zentrale Frage in dem Film ist, was passieren würde, wenn ein Mensch in der Lage wäre seine Gehirnkapazität hundertprozentig zu nutzen. Dem Regisseur ist es sehr gut gelungen, die Antwort auf diese Frage filmisch umzusetzen. Am Ende des Films wendet sich Lucy direkt an die Zuschauer und sagt: „Vor einer Milliarde Jahre hat man uns das Leben geschenkt. Macht etwas daraus!“

Zusammenfassend finde ich den Film sehr spannend. Es ist ein Mix aus Action und Science-Fiction, bei dem sich alles um diese eine zentrale Frage dreht – eben die Konsequenzen einer hundertprozentigen Nutzung der Gehirnkapazität. Der Film „Lucy“ ist deshalb sehr empfehlenswert!

„Lucy“
ein Film von Regisseur Luc Besson
Länge: 89 Minuten
freigegeben ab 12 Jahren

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