Ich bin dann mal…in Norwegen!

von Tom Wolfarth

Das Arrival Camp in Oslo
Gleich nach der Ankunft in Norwegen (ca. 15.00 Uhr) habe ich meinen ersten richtigen norwegischen Lachs gegessen! Und ich kann Euch sagen, der ist überhaupt nicht vergleichbar mit allem, was wir bei uns zu Hause in Deutschland so bekommen … Echt lecker!

Nicht wenig gestaunt habe ich, als es um 18.00 Uhr Mittagessen gab. Nein, ich habe mich nicht verschrieben: In Norwegen gibt es Frühstück, gegen 12.00 Uhr einen Snack, und dann um 15.00 Uhr Lunch. Das richtige Mittagessen (Middag) gibt es meist zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr. Wer dann noch nicht satt ist, der kann beim Abendessen (20.00 Uhr bis 21.00 Uhr, wird aber oft komplett weggelassen) zuschlagen!

Wir sind wenn – wenn ich mich nicht täusche – 142 Hopies aus aller Welt: Frankreich, Italien, Spanien, USA, Japan, China, Australien, Neuseeland, Brasilien, Kolumbien, etc. … Und natürlich aus Deutschland!

Am Sonntag wurde ich dann von meiner Gastfamilie im Hotel abgeholt. Und dann ging der Spaß erst richtig los!

Die Schule
Ihr glaubt gar nicht, was das für ein seltsames Gefühl ist, einfach in eine fremde Schule zu gehen und nicht zu wissen, was einen da erwartet.
Ich gehe also nun auf die Nadderud videregående skole in Akershus. Die Schule ist der Hammer! Sie ist erst neu gebaut worden und ist auf dem modernsten Stand der Technik.

Ziemlich eigenartig ist es, im Unterricht mit Computer zu schreiben. Alles läuft über ein schulinternes Kurssystem, auf das man auch von zu Hause aus zugreifen kann. Da ist es ja auch kein Wunder, dass 70% aller Schüler, so ist mein Eindruck, während des Unterrichtes auf Facebook chillen oder sich irgendwelche Youtube-Videos reinziehen.

In den Schulalltag habe ich mich gut eingefunden, viele neue Kontakte geknüpft – sei es auf Englisch, Deutsch oder auch mit Händen und Füßen…

Mit meiner Gastfamilie komme ich richtig gut klar. Die kümmern sich um mich, so sehr sie nur können! Ich fühle mich sehr wohl hier und bin echt glücklich.
Der Unterricht ist hier irgendwie anders als in Deutschland, alles etwas – entspannter. Nicht nur, dass wir auf Laptops arbeiten und während der Stunden auch essen dürfen (was ich besonders mag!), nein, wir dürfen unsere Lehrer sogar mit dem Vornamen ansprechen und duzen.

Ich gehe hier in die Klasse 2A (12. Klasse!!!) und das merke ich auch. Besonders in Mathe und Physik muss ich sagen, dass ich meistens nicht viel verstehe (und damit meine ich jetzt nicht nur sprachlich betrachtet…).
Dann gibt es aber auch schöne Fächer wie Kjemi (Chemie), Kroppsøving (Sport), Internasjonal Engelsk (Englisch) und Tysk (Deutsch). Ja ich habe Deutsch als Fremdsprache. Das ist echt lustig!

Mein Heim
Ich wohne mit meiner Gastfamilie (Vater, Mutter und zwei Gastbrüdern) in einem großen Haus, wie man es sich typisch norwegisch vorstellt: mit dunkelroter Holzverkleidung – also richtig urig!
Die Mahlzeiten zu Hause sind echt lecker! Ich war mit meiner Familie einkaufen und konnte mir dann aussuchen, was ich gern mal essen oder trinken möchte. Natürlich meine ich damit keinen Alkohol, den gibt es hier erst mit 18 Jahren (Bier) bzw. 20 (Spirituosen) und das nur zu bestimmten Zeiten oder in speziellen staatlich kontrollierten Läden. Und die Presse dafür sind horrend: Wer will schon 90 kr (10,50 €) für 500ml Bier bezahlen???)

Allgemein ist hier alles sehr teuer. Von Speisen und Gertränke über Kleidung bis hin zu Benzin, der fast 2,00 € pro Liter kostet. Das einzig günstige hier sind Technik und Mobilfunktarife. Das ist schon verblüffend: 1 Minute Telefonieren mit dem Handy kostet hier manchmal nur 0,5 kr = 0,07 Cent.

Seit letzter Woche besuche ich donnerstags mit den anderen AFSern immer einen Norwegischkurs. Ich hoffe, dass ich damit schneller Norwegisch lerne und bis Dezember einigermaßen gut in der Sprache bin. Ich gebe mir jedenfalls Mühe!

Wenn Ihr weiter erfahren wollt, wie es mir so geht in Norwegen, dann schaut doch immer wieder mal auf meinem Blog vorbei:

www.tom-i-norge.auslandsblog.de

Bis bald und viele liebe Grüße aus Norwegen!

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