Lies doch mal wieder…!

von Andrea Anspieler

© Lupo / pixelio.de

© Lupo / pixelio.de

Bei allen Förderplangesprächen verweilen wir unweigerlich bei einem Thema: Lesen! Dann wird das Gespräch lebendig – oder es herrscht betretenes Schweigen. Letzteres oft bei den Jungen. Deshalb kam mir die Idee, dass gute Leseerfahrungen – von den lesenden Stipendiaten oder jenen, die mal eine überraschend gute Leseerfahrung gemacht haben – an ihre Mitstipendiaten weitergegeben werden: keine Rezensionen oder Erörterungen, einfach kleine Empfehlungen, die neugierig machen auf ein Buch! Und Lust aufs Lesen!

Das ist natürlich ausbaufähig, zum Beispiel in einer Runde: Lesen Jungen meist andere Bücher als Mädchen?

Viel Spaß beim Stöbern im hoffentlich schnell wachsenden Blog!

Krabat – Otfried Preußler
Eine Buchempfehlung von Görkem-Alp Zeren

25281-2B_122102P_preussler.inddDas von Otfried Preußler geschriebene Jugendbuch „Krabat“ erschien 1971. Es erzählt von einem Waisenkind namens Krabat, das sein Leben mit Betteln bestreitet. Krabat trifft auf eine Mühle, die die schwarze Mühle genannt wird. Er wird dort aufgenommen und der Meister der Mühle sagt, dass er die schwarze Magie erlernen wird. Er war davon sehr begeistert, weil ihn die Magie sehr fasziniert. Doch jedes Jahr stirbt ein Altgeselle der Mühle auf mysteriöse Art und Weise. Am nächsten Tag ist ein neuer Lehrjunge da. Der Meister der Mühle opfert jedes Jahr einen Gesellen dem Herrn Gevatter, damit er nicht selbst stirbt. Er wählt dabei immer den stärksten der Gesellen, damit der Meister keine Rivalen in der Mühle bekommt. Der junge Krabat weiß jetzt, wie es in dieser Mühle läuft. Er schließt Freundschaft mit Juro, dem dümmsten der Gesellen, nur Krabat weiß von Juros Geheimnis. Krabat lernt im Laufe seines Mühlenlebens ein Mädchen kennen. Es heißt Kantorka und gefällt ihm sehr. Sie treffen sich sehr oft, aber heimlich, denn wenn es der Meister herausbekäme, wären beide am Ende ihres Lebens. Wie es weitergeht, will ich nicht verraten!

Ich fand das Buch sehr toll und spannend und empfehle es weiter. Eigentlich bin ich einer, der nicht gerne Bücher liest, aber dieses Buch war einfach faszinierend.


Vollendet – Neal Shusterman

Eine Buchempfehlung von Leon Teke

Was passiert mit Problem-Jugendlichen? In diesem Buch werden sie umgewandelt.

Haben sie auch ein Problemkind zu Hause? Einen gestörten Teenager? Einen Jungen, der sich täglich prügelt und auf niemanden hört außer auf sich selbst? Eine Tochter, die nur schlechte Noten mit nach Hause bringt und die nur auf Streit aus ist?
Wir haben die Lösung. Ein natürlicher Weg, um sie von ihrem Stress zu befreien und anderen Menschen zu helfen. Ihr Kind lebt zu 99,6% weiter, nur in verschiedenen Menschen. Die Operation verläuft vollkommen schmerzfrei und versetzt den Jugendlichen in den beruhigenden, geteilten Zustand.

Die meisten Jugendlichen erfahren erst von ihrer „rückwirkenden Abtreibung“, wenn sie abgeholt und in eines der Umwandlungs-Camps gebracht werden. Doch nicht so Connor. Er erfährt durch Zufall früh genug von dem Beschluss seiner Eltern und flüchtet. Auf seinem Weg zu seinem 18. Lebensjahr, dem Jahr in dem ihm nichts mehr passieren kann, lernt er Risa und Lev kenne, beide sollen aus völlig anderen Gründen umgewandelt werden als er.

Wenn alle deine Körperteile in anderen Menschen weiterleben. Lebst du dann… oder bist du tot?


Ich wollte Hosen – Lara Cardella

Eine Buchempfehlung von Tarkan Sola

Der Roman von Lara Cardella „Ich wollte Hosen“ (ital. „Volevo i pantaloni“) handelt von einem heranwachsenden Mädchen namens Annetta in den 1970er und 1980er Jahren. Annetta lebt im konservativen Sizilien und versucht dennoch, sich an den westlichen Werten zu orientieren. Zwischen den Kulturen hin- und hergerissen wird Annetta wegen eines Kusses von ihrer Familie verstoßen. Ihre Familie schickt sie zu ihrem Onkel, der sie vor Jahren missbraucht hat und es wieder versucht. Annetta ist verzweifelt. Es wird detailliert beschrieben, wie der sizilianische Mann die sizilianische Frau unterdrückt und ausbeutet. In der Hoffnung als eine Frau, die auf eine Augenhöhe mit Männern ist, angesehen zu werden, kämpft sie um Emanzipation.

Das Buch ist fesselnd und reißt einen förmlich mit, ich konnte das Buch fast am Stück lesen, aber leider fand ich das Ende zu kurz. Ich habe mit Annetta mitgefiebert und hatte auch das Gefühl der Verzweiflung. Ich finde es sehr beeindruckend, in welcher Art und Weise die Autorin über ihre Heimat schreibt. Man sollte mind. 14 Jahre alt sein, und wenn man noch jünger ist, sollte man auch mit seiner/m Mentor/in über das Thema reden, wenn man das Buch liest.

Selbstverständlich kann man mit mir über das Buch reden und es bei mir ausleihen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.