GEN-ial oder gefährlich?

von Joanna Xerinda

„Informativ, lehrreich, neumodisch, nachvollziehbar, …“- Dies waren nur einige Eindrücke und Aussagen der Stipendiaten, die an dem Seminar „GEN-ial oder gefährlich? Chancen und Grenzen der Gentechnik“ teilnahmen.

Das Seminar begann am Abend mit einer Eröffnungsrede von Dr. Jörg Michel, dem Studienleiter der Evangelischen Akademie in Meißen. Zuerst wurden wir über die Geschichte und die allgemeinen Fakten der DNA informiert, indem Dr. Michel einen Vortrag über die DNA-Analyse hielt. Im Anschluss gab es natürlich einige spannende Fragen zum Thema.P1010486

Am nächsten Morgen ging es um die DNA-Analytik in der Forensik. Dr. Kerstin Busch arbeitet im Landeskriminalamt in Hessen und erklärte uns, welche Rolle die DNA eines Menschen in der Kriminaltechnik spielt. Wir spielten einen Raubüberfall nach und sicherten die Spuren einiger Stipendiaten mit Hilfe eines Speicheltests, um den Arbeitsablauf der Kriminaltechniker nachzuempfinden. Damit wir einen besseren Eindruck von der Arbeit von Dr. Kerstin Busch bekommen konnten, schauten wir zwei kurze Filme an, die in den Laboren des Landeskriminalamtes gedreht worden waren. Nach diesen Vorträgen und Experimenten hatten wir eine lange Pause, in der wir die Stadt erkunden konnten.

Ein weiteres Thema des Seminars war die künstliche Befruchtung mit der Nutzung der PID (Präimplantationsdiagnostik). Dazu gab es eine sehr lange, aber dennoch spannende Debatte, die von einer nachdenklichen Abschlussrede beendet wurde. Nach dem Abendessen schauten wir noch den Film „Gattaca“, der sehr gut zu unseren Themen passte. Dadurch wurde es ein entspannter Abend nach einem sehr informativen Tag.

Am Sonntag besuchte uns Prof. Dr. Rochus Leonhardt. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel: „Ich darf alles wissen! Darf ich alles nutzen?“, in welchem er über die theologisch-ethische Betrachtung von modernen Anthropotechniken sprach. Dadurch erkannten wir, wie uns die Technik verändert.

Abschließend kann man sagen, dass es ein wirklich interessantes Wochenende war. Dieses Seminar sollte noch einmal angeboten werden, denn wir lernten Gentechnik aus verschiedenen Perspektiven kennen und haben sehr viel Wissen mitnehmen können.

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