Unser Musicaltagebuch: Tage 5 bis 8

von Hannes Dietrich

Am 31. Januar trafen wir – die Stipendiaten aus Berlin und Brandenburg – uns in Wandlitz für die weitere Vorbereitung auf unsere Musicalaufführung. An der S-Bahn Station Gesundbrunnen fanden sich die meisten Stipendiaten zusammen. Von da aus begaben wir uns gemeinsam zur Jugendherberge in Wandlitz, wo wir um 12.00 Uhr – pünktlich zum Mittagessen – ankamen. Nachdem wir uns orientiert und unsere Zimmer bezogen hatten, gab es noch kurze organisatorische Ansagen unserer beiden Projektleiterinnen Frau Anspieler und Frau Kurzweg, ehe uns dann auch schon Todd Fletcher und sein Team mit dem Ablauf der anstehenden vier Probentage vertraut machten.

Sofort wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt: Schauspiel, Gesang und Schreiben. Da zu dem Team eine Bühnenbildnerin hinzugestoßen war, konnte auch die „Backstage-Gruppe“ bereits mit der Arbeit an der Bühne und der Technik beginnen.

Am Abend rundeten wir den Einstiegstag in das Probenwochenende mit dem Film “Billy Elliot“ ab, den unsere Choreografin schon oft zitiert hatte.

Wir als Redaktionsteam verbrachten den ersten Tag damit, ein bereits geführtes Interview mit Todd Fletcher zu transkribieren und unser weiteres Vorgehen zu planen.

Der zweite Tag begann bereits um 9.00 Uhr. Zu dieser Zeit hatten wir schon gefrühstückt. Das Redaktionsteam widmete sich der Aufgabe, den ersten Beitrag für unser Videotagebuch zu schneiden, und wir bearbeiteten das schriftliche Interview mit Todd Fletcher noch einmal, um es dann von Todd freigeben zu lassen. Die anderen Stipendiaten verbrachten den Vormittag mit Übersetzen des Skriptes auf Deutsch, mit der Einübung von Tänzen, dem Erstellen eines Stop-Motion-Videos, dem Erschließen der Bühne und ersten Designversuchen. Vor allem aber bekamen die Darsteller ihre Texte und diskutierten Änderungen und Ideen. Am Nachmittag konnten die Schauspieler bereits eine erste Szene einstudieren und proben.

Der Abend kam ziemlich schnell, und nach dem Abendessen besuchten wir die Turnhalle, wo wir Volleyball, Tischtennis und natürlich Fußball spielten. Alles in allem ein gelungener Tag! Nach dem Sport gingen alle sehr schnell ins Bett.

Am dritten Tag (Montag) erwarteten wir das Kamerateam, das uns während unserer Proben filmen würde, um daraus ein Making-Of zu schneiden. Somit wurden die Schauspieler ständig von dem Team oder von uns gefilmt und fotografiert.

Wir Redakteure führten mit einigen Hauptpersonen Interviews, während die anderen weiter probten und schon ein gutes Stück vorwärts kamen. Es ist toll zu sehen, dass die von den Stipendiaten geschriebene Geschichte von Todd Fletcher so gut umgesetzt wird und dass alle eine maßgeschneiderte Rolle haben, die perfekt zu jedem einzelnen passt.

Den Abend verbrachten einige Stipendiaten in einer kleinen Diskussionsrunde zu aktuellen Themen, während andere spielten oder einen Film schauten.

Am vierten Tag hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, aber erst, nachdem noch einige Szenen geprobt worden waren. Die Redakteure schnitten die letzten Videos. Das Bühnenteam baute ein Modell des Bühnenbildes aus Pappe, das sie uns dann stolz präsentierten.

Es ist schön zu sehen, wie viel Einfluss die Stipendiaten auf ihr Stück haben. Wenn ihnen zum Beispiel bei einzelnen Szenen Texte nicht gefielen, durften sie diese nach Absprache mit Todd ändern. Sogar ein Musikstück haben die Stipendiaten bei früheren Proben selbst geschrieben und aufgeführt. Toll ist es auch, dass jeder Stipendiat eine Rolle hat, bei der er sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen kann, denn jeder darf auf der Bühne etwas sagen und im Chor singen. Die Hauptrollen werden bald ihre Solostücke bekommen, die bestimmt genauso großartig werden wie die Chorstücke. Wir können uns auf „Turbulenz“ freuen!

 

 

 

 

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