Musical-Probentagebuch von 7. bis 10. April 2015

von Hannes Dietrich

Man schreibt den 7. April und ungefähr 11 Uhr. Alle Stipendiaten aus Berlin und Brandenburg, die sich für das Wochenende Zeit nehmen konnten, finden sich in der Jugendherberge in Wandlitz zusammen. Viele haben den Weg an das Ufer des Wandlitzer Sees überwunden. Nach dem Eintreffen mit folgendem Mittagessen und einer kurzen Orientierungsphase sind wir um 14 Uhr schon dabei, aus vollem Hals das gleichnamige Titellied zu unserem Musical „Turbulence“ zu singen. Das Ganze nennt sich Aufwärmen und wird uns über die nächsten Tage begleiten. Jeder macht mit, egal welche Rolle er im Stück besetzt. Todd schafft es wieder mal, uns alle zu motivieren und unsere Gesangskünste noch ein Stück zu verbessern. Als wir dann später alle mit einem Ohrwurm durch die Gänge flitzen, haben wir uns schon wieder in die einzelnen Gruppen aufgeteilt. Kostüme, Todd und die Darsteller, die Bühnenbauer (welche nicht mit uns zusammen untergebracht sind, aber beim Zaubern der Kulisse voll in ihrem Element scheinen) und natürlich wir, das Redaktionsteam. Während wir uns, vor Arbeit ächzend, an die komplette Erstellung eines Programmheftes machen, proben in den Nebenräumen die verschiedenen Stipendiaten ihre Gesangsstücke, Dialoge und Auftritte, mit welchen sie später das Publikum fesseln werden. Dabei bleibt es auch im Groben bis zum Abendessen. Erschöpft und hungrig stolpern alle zu den Tellern. Später hat man die Auswahl zwischen Gesellschaftsspielen, weiterer Arbeit (Redaktionsteam natürlich ganz vorbildlich), dem Film über das erste Stiftungsmusical „Der Zauberer von Oss“ oder einfach entspannen und quatschen. So klingt unser erster Tag aus und jeder fällt kaputt ins Bett.

Der zweite Tag beginnt für die meisten um 8 Uhr. Außer man verschläft. Was aber niemand tut. Wär‘ aber lustig gewesen.
Nach dem Frühstück geht es quasi direkt wieder an die Arbeit. Natürlich nicht ohne ein kurzes stimmliches Warm-up. Deswegen auch nur quasi. Der Tag vergeht schnell und verläuft im Prinzip genau so wie der erste. Nur gibt es diesmal nicht nur für das Redaktionsteam Überstunden, sondern auch für die Stipendiaten, die Rollen im Musical abbekommen haben. Deswegen auch nur im Prinzip. Die angebrochene Stunde, die die meisten am Abend noch haben, nutzen sie für ein entspanntes Gespräch nach einem anstrengenden aber spaßigen Tag. Oder sie fallen gleich erschöpft ins Bett.

Der dritte Tag. Eigentlich war heute alles wie gestern. Aufstehen und beim Frühstück langsam wach werden. Dann Aufwärmen. Dann arbeiten bis zum Mittag (oder bis zur Erschöpfung) und weiter bis zum Abendbrot (oder bis zum Umfallen). Dann glücklich über den Fortschritt in die Sessel sinken und in einer geselligen Runde entspannen. Oder man schiebt Überstunden. Ähem…Redaktionsteam…Ähem. Aber zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass heute gegrillt wurde. Deswegen auch nur eigentlich.

Der vierte Tag. Heute ist alles sehr hektisch. Es ist der Tag der Abreise, jeder packt schon halb seine Koffer und viele Stipendiaten huschen durch die Gegend. Wir haben noch einmal Proben am Vormittag und das Redaktionsteam schafft es tatsächlich, das Programmheft fertig zu stellen. Das haben wir selbst nicht mal gedacht. Nach dem Mittagessen kommt es zur Abreise und zur Verabschiedung. Die fällt nicht so schwer wie sonst, da sich viele ja bald wiedersehen. In diesem Seminar haben wir viel geschafft und sind unserem Ziel, einer wirklich tollen Aufführung, ein großes Stück näher gekommen.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.