Wir sind die „Neuen“!

Ein Interview mit den drei neuen Stipendiaten (Helena, Lina und Reyngold) im Opernprojekt „Eloise“

von Elisabeth Bauer, Alime Ileri, Cynthia Lim und Lei Heckel 

Bei den aktuellsten Proben zu „Eloise“ in Herrsching wurden drei neue Stipendiaten eingeladen, die ab jetzt unsere Gruppe verstärken werden. Sie besetzen Rollen nach, die ursprünglich von anderen Stipendiaten gespielt wurden, die aber leider aus dem Projekt aussteigen mussten. Wir wollten mehr erfahren über Helena, Lina und Reyngold und führten deshalb ein Interview mit ihnen.

Alime: Stellt euch doch erst einmal vor.

Lina: Ich heiße Lina. Ich bin 14 Jahre alt, komme aus der Baden-Württemberg-Gruppe und wohne in Kehl.

Helena: Mein Name ist Helena. Ich bin 14 Jahre alt und komme aus der Bayern-Gruppe.

Reyngold: Ich bin Reyngold, komme aus der Bayern-Gruppe und bin 18 Jahre alt. Theaterspielen macht mir viel Spaß, deshalb leite ich eine Jugend-Theatergruppe in Bad Aibling. Ich wohne in dem kleinen Dorf Tuntenhausen, in dem jeder jeden kennt.

Elisabeth: Warum seid ausgerechnet ihr für die anderen Stipendiaten eingesprungen und wie lief das ab?

Lina: Ich war bei den ersten Vorbereitungen auf die eigentlichen Proben dabei. Diese fanden 2013 in Überlingen am Bodensee in verschiedenen Workshops statt und endeten mit einer Aufführung des Stückes „Peter Pan“.

Die erste richtige Probe für „Eloise“, in der die Rollen bereits verteilt wurden, habe ich leider verpasst. Und da die Proben nun so weit fortgeschritten waren, konnte ich nicht mehr in das Stück einsteigen.

Vor Kurzem rief mich Frau Kokkinos an, die sich sofort um eine Rolle für mich kümmerte, nachdem sie von mir erfahren hatte, dass ich nicht in das Projekt integriert sei.

Helena: Nach dem Musical „Der Zauberer von Oss“, das wir 2010 und 2011 in München, Krefeld und Berlin aufgeführt haben, habe ich immer betont, dass ich an einem so großen Projekt gerne noch einmal teilnehmen möchte, weil ich absolut begeistert war. Schließlich hatte ich ein Telefonat mit Frau Piatzer, die mir anbot in dem Projekt „Eloise“ mitzuwirken und ich habe zugestimmt.

Reyngold: Bei mir war es wie bei Helena. Frau Piatzer informierte mich per Telefon über die Kinderoper, aus dem Grund, dass Anna Beke mir zuvor schon privaten Tanzunterricht gegeben hatte und ich viel Erfahrung mitbrachte.

Alime: Nun kommen wir zur nächsten Frage: Wurdet ihr erst vor Ort über den Ablauf und die Geschichte des Projekts informiert?

Helena: Ich kannte die Geschichte bereits, bevor ich von dem Stück überhaupt erfahren habe. Jedoch wusste ich nicht, worum es sich genau handelt.

Lina: Ich kannte die Geschichte überhaupt nicht. Erst bei diesen Proben in Herrsching wurde mir der Inhalt klar.

Reyngold: Ich habe mir die ersten Seiten der Partitur zu „Eloise“ durchgelesen. Das hat mir sehr weitergeholfen, weil ich mich auf diese Weise selbst auf den aktuellen Stand bringen konnte.

Elisabeth: Welche Erwartungen hattet ihr an das Projekt?

Helena: Auf jeden Fall bin ich mit viel Motivation an die Sache herangegangen, aber ehrlich gesagt dachte ich, dass das Stück vom Umfang her zeitlich aufwendiger wäre.

Reyngold: Ich habe mir im Vorfeld keine großen Gedanken gemacht. Das Musical, das wir damals aufgeführt haben, weicht von diesem Stück ab, weil es hier Gruppeneinteilungen gibt, in denen man mit Lehrern zusammen übt. Auch die Organisation ist sehr strukturiert.

Lina: Durch die Vorbereitungen in Überlingen konnte ich mir ungefähr vorstellen, wie alles abläuft.

Elisabeth: Aber wart ihr am Anfang nicht nervös, weil ihr als „Neue“ in die schon lang andauernden Proben für das Projekt eingestiegen seid?

Lina: Mir war bewusst, dass ich mich jetzt sehr anstrengen und aufpassen muss, aber Angst hatte ich nicht.

Alime: Wurden eure Erwartungen bestätigt?

Lina: Bei mir auf jeden Fall. Der Ablauf ähnelt „Peter Pan“ in Überlingen. Ich muss mich wirklich anstrengen, aber trotzdem macht es Spaß.

Reyngold: Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen, da sich alle sehr um mich bemüht haben und ich somit gut in das Stück reingekommen bin.

Elisabeth: Wie gefällt euch das Projekt bis jetzt und konntet ihr euch insgesamt gut integrieren?

Reyngold: Mir gefällt es hier sehr gut, weil die Stipendiatengruppe echt klasse ist und ich mich dadurch viel leichter in „Eloise“ einarbeiten konnte.

Lina: Weil ich die Baden-Württemberg-Gruppe schon sehr gut kenne, habe ich mich schnell wohlgefühlt. Meine Mitstipendiaten helfen mir bei Fragen und erklären mir alles.

Helena: Kurz gesagt: Alle sind nett und hilfsbereit.

Elisabeth: Gibt es auch irgendetwas, womit ihr diese Woche nicht klar gekommen seid?

Helena: Mir persönlich haben die Anweisungen im ersten Durchlauf gefehlt und somit konnte ich nicht wissen, wie ich in verschiedenen Tanzszenen reagieren sollte.

Lina: Ich hatte ungefähr dasselbe Problem, aber mir wäre es noch wichtig gewesen, in gewisse Details eingewiesen zu werden. Weiterhin war mir nicht klar, welches Musikstück zu welcher Choreographie gehört.

Reyngold: Vor allem beim Singen ist mir aufgefallen, dass mir die Grundlagen, die die anderen Stipendiaten bereits haben, fehlen.

Alime: Zum Abschluss: Was wünscht ihr euch für die kommenden Proben?

Helena: Es würde mir gefallen, wenn wir noch weitere Einzelproben hätten, um unseren Gesang zu verbessern.

Lina: Ich wünsche mir mehr Intensität und Fokus auf die Einzelheiten im Opernstück.

Reyngold: Es würde mich freuen, wenn sich unsere Zusammenarbeit auch künftig so positiv weiterentwickelt.

Elisabeth: Danke für das interessante Gespräch!

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