Die Persönlichkeitsseminare mit Birgit Schwaab

von Andzelika Gürich

Birgit Schwaab kennen bereits die meisten Stipendiaten, da sie viele Persönlichkeitsseminare für die Roland Berger Stiftung gibt. Diese werden immer präsenter, damit wir, die Stipendiaten, uns weiterentwickeln und unsere Potenziale entdecken. Nun möchte ich euch Birgit anhand eines kleinen Interviews ein wenig genauer vorstellen.

Andzelika: Allererste Frage: Wie heißt dein Beruf genau?              

Unbenannt KopieBirgit Schwaab: Ich habe Sozialarbeit studiert. Meinen Abschluss machte ich als Diplom-Sozialarbeiterin. Dazu kommen meine Zusatzqualifikationen als Systemische Familientherapeutin und Systemischer Coach, wie als Mediatorin. Meinen Master habe ich 2009 erworben: Master in interprofessional Health and Community care. Eine genaue Berufsbezeichnung für das, was ich an Arbeit für das Deutsche Schülerstipendium leiste ist wohl am ehesten: „Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung und Resilienz sowie systemischer Coach“.

Andzelika: Warum hast du dich für diesen Bereich entschieden. Seit wann bist du in diesem Beruf tätig?

Birgit Schwaab: Ich habe immer schon Menschen beraten, die in fordernden Zeiten Unterstützung benötigten. Ob beim Jugendamt, in der AIDS-Beratung oder eben auch im klinischen Bereich, in dem ich mehr als 20 Jahre insgesamt tätig war. 2013 habe ich mich dann entschieden, mich selbstständig zu machen.

Andzelika: Wie bist du auf die Roland Berger Stiftung gekommen?

Birgit: Ich habe Frau Thomas, Projektleiterin in NRW, im Rahmen einer Veranstaltung meines ehemaligen Arbeitgebers kennengelernt. Die ersten Seminare in NRW habe ich ja noch als Mitarbeiterin einer Unternehmensberatung gemacht.

Andzelika: Und wie kam es dann zu der dauerhaften Zusammenarbeit mit der Stiftung?

Birgit Schwaab: Wie bereits erwähnt, habe ich mich selbstständig gemacht. Ein Grund dafür war unter anderem die Arbeit mit den Stipendiaten der Roland Berger Stiftung. So, wie ich die Arbeit durchführen wollte, auch in der Intensität, war das mit meinem ehemaligen Arbeitgeber nicht zu vereinbaren. So habe ich mich mit Frau Piatzer in Düsseldorf getroffen und wir haben überlegt, wie unsere Zusammenarbeit aussehen könnte und schnell eine Einigung gefunden.

Ich empfinde die Arbeit mit den Stipendiaten als großes Privileg. Jugendliche ein Stück auf ihrem Weg ins Leben, also ins erwachsene Leben, begleiten zu dürfen ist einfach wunderbar. Zu sehen und zu erleben, wie sie sich entwickeln, wie sie bereit sind, an sich zu arbeiten und ihre Ziele zu verfolgen…all das berührt mich sehr. In meinen Seminaren geht es immer auch sehr persönlich zu. Deshalb gebe ich auch Persönlichkeitstrainings, wobei es auch um andere Lernbereiche geht. Aber dieses Persönliche, das Vertrauen zwischen den Stipendiaten und mir, Grenzen zu überschreiten und raus aus der Komfortzone zu kommen…das macht meine Arbeit so wertvoll. Letztlich ist sie natürlich auch für mich ein Gewinn und ein großartiger Ausgleich zu meinen anderen Tätigkeiten in Wirtschaft, Industrie, im Gesundheitswesen und als Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule NRW.

Andzelika: Was machst du sonst in deiner Freizeit?

Birgit Schwaab: Freunde treffen, Musik hören und Bücher lesen sind meine Hobbys. Auch das Mountainbikefahren macht mir großen Spaß. Außerdem fahre ich öfters in die Provence. Dort sammle ich die Kraft und Energie, die ich brauche.

Andzelika: Du wirst ja bald 50 Jahre alt… Was bedeutet das für dich?

Birgit Schwaab: Ja. Im Mai. Ich freue mich darauf. Es ist gerade eine besonders schöne und intensive Phase in meinem Leben. Die 50 schreckt mich nicht. Im Gegenteil. Ich bin dankbar für jeden Tag und auch für jedes Jahr. Ich bin gesegnet mit einer tollen Familie, wunderbaren Freunden und einem Lebensstandard, der es mir ermöglicht, über den Tellerrand zu schauen und Menschen in unmittelbarer Umgebung zu unterstützen. 50 ist ja nur eine Zahl. Und irgendwie sogar eine ganz schöne.

Andzelika: Wird denn groß gefeiert?

Birgit Schwaab: Nein. Ich stehe nicht gerne so im Mittelpunkt. Ich werde mit meiner Familie vielleicht etwas Essen gehen. Und kurz danach fahre ich in die Provence.

Andzelika: Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, die Fragen so ausführlich zu beantworten. Zusätzlich möchte ich sagen, dass die Persönlichkeitsseminare meiner Meinung nach sehr hilfreich sind und sehr viel Spaß machen. Ich bin etwas länger als zwei Jahre in der Stiftung und habe so viel gelernt und das vor allem durch die Persönlichkeitsseminare. Mir fallen Dinge wie das Halten von Vorträgen und Zeitplanen nun viel leichter. Im Ganzen bin ich so viel selbständiger und selbstbewusster geworden. Vielen Dank auch dafür!

 

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