Das Redaktionsteam bei der Preisverleihung

von My Linh Truong

Wie viele von euch wissen, unterstützt die Roland Berger Stiftung nicht nur Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland, sondern verleiht auch den Preis für Menschenwürde.

Die Preisverleihung fand dieses Jahr am 29. April statt und vier Stipendiaten aus Berlin und Brandenburg durften mit dabei sein. Leon, Lucas, Ayce und ich freuten uns sehr, dass wir diesmal das Redaktionsteam der Stiftung bei der Verleihung des Roland Berger Preises würdig vertreten durften.

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Aber wir hatten auch Angst und ein bisschen Panik vor der Veranstaltung. Alleine die Vorstellung: wir zwischen den Promis der Politik wie Romano Prodi, dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission, oder Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Je näher der Tag rückte, desto aufgeregter wurden wir und immer mehr Fragen kamen auf. Was ziehe ich an? Wie soll ich mich verhalten? Wen darf ich interviewen? Was soll ich fragen? Reden die Preisträger überhaupt mit uns? Aber zum Glück wurde uns immer wieder Mut zugesprochen und wir konnten es dann kaum noch erwarten.

Elegant gekleidet und gut vorbereitet, haben wir uns um 16 Uhr am Jüdischen Museum getroffen und wurden wie die anderen Journalisten akkreditiert. Wir fühlten uns schon irgendwie besonders, als wir mit diesen kleinen Schildchen, auf denen „Presse“ stand, durch die Gänge laufen konnten. Wir versuchten unser Bestes nicht negativ aufzufallen und ich glaube, dass ich noch nie in meinem Leben so oft den Satz „Psst, wir müssen professionell wirken!“ gesagt habe, aber man fällt als Stipendiat trotzdem auf. In den Augen der Gäste konnte man sehen, dass sie sich fragten, was vier Schüler auf so einer Veranstaltung machen, aber wir haben uns davon nicht stören lassen. Mit selbstgebasteltem Mikrophon und Handy als Aufnahmegerät stürzten wir uns nach der Preisvergabe in die Menge und interviewten die Preisträger, Politiker, die wir sonst nur aus dem Fernsehen oder aus den Nachrichten kennen, und unseren Stifter Herrn Berger, der uns durch das Stipendium so viel ermöglicht. Von außen wirkten wir ganz entspannt, aber wir waren so aufgeregt. Es hat uns so viel Mut gekostet, die Menschen anzusprechen, aber das ohne Grund. Die meisten waren total offen und haben gerne mit uns gesprochen. Das Schwierige war der Weg zu den besonderen Persönlichkeiten. Sie waren von gefühlten tausenden Journalisten umzingelt und jeder wollte das perfekte Foto oder das beste Interview, doch durch meine Minigröße von gerade mal 1,49 Metern konnte ich mich durch die kleinen Lücken durchschlängeln. Es war erstaunlich, wie spontan und aussagekräftig sie die Fragen beantworteten. Davon kann man sich echt eine Menge abschauen.

Als wir alle Infos hatten, die wir brauchten, ging es auch schon ans Schreiben der Blogbeiträge. Naja, nicht so ganz… Die ganze Aufregung hat uns so hungrig werden lassen, dass wir uns gar nicht konzentrieren konnten. Mit leerem Magen arbeitet es sich schließlich ziemlich schlecht. Also musste erst einmal Essen her. Satt und zufrieden haben wir die Aufgaben verteilt und versuchten so produktiv wie möglich zu sein. Bevor wir richtig loslegen konnten, mussten wir unsere Eindrücke von der Veranstaltung austauschen. Dazu passte gut, die Interviews zu übersetzen und langsam dem Abend mit guter Musik (Hoch lebe die Boombox!) ausklingen zu lassen…

Wir sind alle sehr dankbar, dass wir an dieser Veranstaltung teilnehmen und das Redaktionsteam der Stiftung vertreten durften. Eines ist sicher: Wir werden diesen Abend nicht so schnell vergessen und die Eindrücke und Erfahrungen, die wir gesammelt haben, immer im Gedächtnis behalten.

Eine Bildergalerie zur Veranstaltung findet Ihr auf www.rolandbergerstiftung.org. Viel Spaß beim Durchklicken!

 

 

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