„Eloise“ von außen – Ein Interview mit der Betreuerin Darja

von Karlo Jurcevic

Karlo: Was sind deine Aufgaben als Betreuerin?

Darja: Die wohl wichtigste und schönste Aufgabe von uns Betreuern ist es, für euch da zu sein und von Seminar zu Seminar auch irgendwo ein Stück weit euren Lebensweg zu begleiten – so auch bei Eloise. Etliche Tanz-, Gesangs- und Schauspielproben kosten euch einiges an Energie und Geduld, dabei versuchen wir so gut es geht euch zu unterstützen; euch aufzubauen, wenn es mal hängt, mit euch das Ende eines langen Tages feiern, eure Auas versorgen, in den Pausen zwischen den Proben uns gemeinsam austoben und euch zeitig ins Bett schicken, damit ihr für den nächsten Tag fit seid…

Karlo: Du bist von Anfang an dabei, wie siehst du die Entwicklungen und Fortschritte von uns in dem Stück, vor allem mit diesem Altersunterschied?

Darja: Kein Vergleich zu unserer ersten Fahrt nach Überlingen! Für die größte Aufregung sorgte das Vorsingen eures mitgebrachten Lieblingssongs. Heute steht ihr bei den Proben, als hättet ihr noch nie was anderes gemacht. Hut ab!
Es ist auch schön zu sehen, dass sich jeder in seine Rolle bei Eloise eingelebt hat. Ich hätte nie gedacht, dass es möglich ist bei so vielen Teilnehmern ein Stück zu finden, in dem jeder seinen persönlichen Platz bekommt ohne in der Masse unterzugehen. Das Opernteam hat hier wirklich großartige Arbeit geleistet.

Am Alter erkenne ich keine großen Unterschiede. Es erfordert euch alle Konzentration und Durchhaltevermögen und das macht ihr alle klasse! Das die Älteren von euch auch mal ein Auge mit auf die Jüngeren werfen ist allerdings bemerkenswert, z.B. wenn die Choreografie nicht richtig sitzt. Mehr als ein Jahr ist nun vergangen seit dem ihr euch kennengelernt habt und nun verbringt ihr eure Ferien gemeinsam mit harter Arbeit, aber bald habt ihr es geschafft und ich bin sicher, es lohnt sich. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, euch auf der großen Bühne zu sehen!

Karlo: In welcher Rolle des Stückes würdest du gerne schlüpfen?

Darja: Puuh, ich habe mich mittlerweile wirklich sehr in dieses Stück und jede einzelne Rolle verliebt. Nach jeder Szene plagt mich ein neuer Ohrwurm, den ich dann meistens auch mit nach Hause nehme. Beim Tango der Nannies konnte ich allerdings von Anfang an nie still sitzen bleiben…

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