ALLES wird geteilt?

von Marie Lüschow

Als das neue Album „25“ von Adele herauskam, waren viele Fans enttäuscht, denn die britische Sängerin wollte ihr Produkt nicht Streaming-Diensten wie Spotify zur Verfügung stellen. Klar, denn dadurch verdient sie deutlich weniger.
Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten im Internet an Filme oder Lieder, sogar an Autos oder Nahrungsmittel zu kommen. Legale, aber auch illegale Tauschbörsen oder Streaming-Anbieter werden gerade in der jetzigen Generation immer beliebter. Es ist verständlich, dass wir immer den einfachsten Weg nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen, doch wenn alles geteilt wird, wem gehört dann eigentlich noch etwas? Und kann das nicht problematisch werden?

Auch wenn man selbst kein Auto hat, muss man nicht unbedingt die Freunde oder Eltern fragen, ob sie einen fahren können. In den meisten deutschen Großstädten gibt es Carsharing, eine Organisation, bei der man sich Autos für einen bestimmten Zeitraum buchen kann und keine Probleme mit Werkstatt oder TÜV hat. Viele finden das praktisch, genauso wie Websites wie Tauschticket. Einfach schnell anmelden und Bücher oder Kleidung tauschen. Auch illegale Downloadseiten für neue Lieder oder Filme werden oft benutzt, denn wer will schon knapp 20 € für Adeles neues Album ausgeben, wenn er es auch umsonst bekommen kann?!
An sich sind solche Plattformen, wie ich finde, kein Problem, denn zum Beispiel beim Carsharing ist es gewinnbringend für Kunden wie auch für die Vermieter.
Bei Tauschbörsen für Bücher oder Kleidung gibt es das Problem, dass es zu Betrug kommen könnte, wenn beispielsweise ein Tauschpartner seine Ware verschickt und nichts dafür bekommt. Das ist ärgerlich und lästig, die Idee hinter solchen Tauschbörsen ist jedoch allgemein sehr praktisch.
Eine Schwierigkeit, die bei illegalen Downloadseiten auftritt (abgesehen davon, dass man erwischt werden kann und hohe Geldstrafen zahlen muss), ist, dass wenn die Lieder oder Filme auf solchen Plattformen kostenlos gedownloadet werden, die eigentlichen Urheber nichts mehr an ihren Produkten verdienen und nicht mehr motiviert sind, qualitativ hochwertige Ware zu produzieren, da sie für ihre Arbeit nicht entlohnt werden.

Tauschplattformen aller Art sind also generell nützlich, aber mit Vorsicht zu genießen und auch wenn alles geteilt wird, gehören die Produkte meiner Meinung nach nicht jedem, sondern trotzdem noch dem Vermieter (Beispiel Carsharing) oder dem Urheber (Filme und Lieder).

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