Die elektronische Geliebte

Ich habe lieber Freunde, die mit mir im realen Leben kommunizieren!
Smartphone – Das Gerät, von dem so einige fast abhängig sind

von Mariya Kheder

Hängen meine Freunde ständig an ihren Handys? Meine Freunde sind nicht süchtig nach ihren Smartphones. Oder irre ich mich und ihre Smartphones sind eigentlich ihre heimlichen Geliebten? Meine Freunde sind nicht ständig am Handy. Das gefällt mir und kann gerne so bleiben. Allerdings kommt dies ab und zu dann doch vor. Angenommen man trifft sich, um in die Stadt zu gehen und plant anschließend eine Übernachtung mit einem schönen DVD Abend. Oft endet das aber anders. Die Enttäuschung ist dann groß.

Auf dem Weg in die Stadt fängt der Horror schon an. Die Freunde starren auf ihre Handys und achten kaum auf die Straßen. Das kann gefährlich  werden (Unfallgefahr. Oder sehen die süchtigen Handynutzer dies anders? Anscheinend ja, denn sonst hingen sie wohl kaum immer nur an ihren ach so coolen und interessanten Handys. Am liebsten würde ich ihnen ihre dämlichen Handys weg nehmen und sie ihnen erst am Ende des Tages wiedergeben. Wer weiß? Vielleicht kommt noch der Tag, an dem ich meine Freunde von der Straße weg schubsen und vor einem Auto retten muss, weil sie von diesen Geräten so dermaßen abgelenkt sind. Na das würde ja noch fehle! Oder kommt es schon bald dazu, dass meine Freunde mir schreiben, während wir nebeneinander sitzen? Außerdem redet man nicht mehr miteinander. Warum? Richtig, weil man nur auf das Handy fixiert ist und nichts von seiner Außenwelt wahrnimmt. Immer nur am Handy sein, was ist so toll daran? Immer nur chatten, spielen etc. Schrecklich sowas, es gibt mit Abstand wichtigere Dinge. Nur leider merken das die süchtigen Handynutzer nicht, weil ihre Handys sie scheinbar blind machen. Traurig, die Tatsache, dass man sagen kann, vom Smartphone schon fast abhängig geworden zu sein. Man erfährt kaum mehr als wie es dem anderen geht. Krass! Aber wenigstens das noc! Da macht man sich durchaus Gedanken, ob es an einem selber liegt, dass der Freund nur auf sein Handy starrt. Dann kann man sich die Verabredungen sparen und darauf hoffen, wenigstens übers Handy kommunizieren zu können, weil man offensichtlich den ganzen Tag sowieso nichts anderes macht. Stellt sich nur die Frage: Ist das überhaupt noch Freundschaft? Ich glaube nicht. Man erfährt, dass der Freund/ die Freundin 24/7 online ist auf WhatsApp oder dich ständig unter einem Bild auf Instagram markiert.

Aber zusammen etwas unternehmen?

Wenn das so weiter geht, kann ich mir durchaus vorstellen, dass in etwa zehn Jahren so manch einer keine Freunde mehr hat und praktisch mit seinem geliebten Smartphone befreundet ist, sie später noch heiraten und eine Familie gründen. Na dann, ein hoch auf unsere Generation!

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