Rund um den Theaterworkshop der saarländischen Stipendiaten und den Besuch der Oper „Madama Butterfly“

von Joor Nabir

Da der Besuch eines Theaterstücks oder einer Oper ein besonderes Kulturereignis ist, haben wir, die saarländischen Stipendiaten, vom 26.-28. Februar 2016, unseren Blick ganz auf das Theater und die Oper gerichtet.

Begleitet wurde unser Wochenende von Götz Schuricke, von Beruf Schauspieler und Tenor, der schon oft mit der Roland Berger Stiftung gearbeitet hat und zuletzt in die Produktion der Jugendoper „Eloise“ eingebunden war.

Bevor wir hinter die Kulissen des Staatstheaters in Saarbrücken schauen konnten, haben wir am ersten Tag unseres Workshops einige Hintergrundinformationen rund um das Theater und die Oper „Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini erhalten.

Viele – ob nun Kinder, Jugendliche oder Erwachsene –  schauen sich im Fernsehen Serien,  Castingshows oder auch Filme im Kino an. Viele wissen aber nicht, was für ein großer Personenkreis an einer Produktion beteiligt ist. Daher sollten wir uns am zweiten Tag unseres Workshops Gedanken darüber machen und eine Sammlung über die unterschiedlichen Berufe, die beispielsweise bei der Produktion eines Theaterstückes beteiligt sind, zusammenstellen. Die Vielzahl der Berufe war überraschend für uns: Neben Berufen wie beispielsweise Tontechniker, Choreografen, Schauspieler, Regisseure, Tänzer, Beleuchter, Souffleure, Inspizienten, Bühnen- und Maskenbildner gibt es viele weitere Berufe, die weniger mit dem Bühnenbild zu tun haben, sondern vielmehr mit dem Management des Theaters.

Nach der Mittagspause war es dann endlich soweit, wir durften uns zum ersten Mal wie richtige Schauspieler fühlen. Jede Gruppe studierte ein Theaterstück ein und Götz Schuricke stand uns bei allen drei unterschiedlichen Theaterstücken zur Seite. Wir haben dabei gelernt, dass alle Rollen für das Gelingen eines Stückes wichtig sind. Herr Thomas, unser Projektleiter, hatte übrigens auch eine Rolle zugeteilt bekommen.

Nach den Proben stand die Führung auf dem Programm. Und wir hatten großes Glück, denn wir kamen passend zu dem Zeitpunkt, an dem das Bühnenbild der Oper „Madama Butterfly“ aufgebaut wurde. Ein Highlight war auch der Besuch der Garderobe. Wir ließen es uns nicht nehmen, in die Kostüme zu schlüpfen.

Nach der Führung war die Vorfreude auf den abendlichen Opernbesuch noch größer geworden und wir sollten nicht enttäuscht werden.  Die Oper „Madama Butterfly“  von Giacomo Puccini ist eine musikalisch-exotische Tragödie und handelt von einem amerikanischen Lieutenant, der in Japan eine Geisha (jap. „Person der Künste“), also eine Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet, heiratet und später ohne seine Frau wieder in die Vereinigten Staaten zurückkehrt. Einige Jahre später ist er wieder mit einer amerikanischen Ehefrau in Japan…

In den Augen meiner Mitstipendiaten habe ich sehen können, wie diese Geschichte sie in den Bann gezogen hat.

Am letzten Tag unseres Workshops waren wir dann selbst Akteure und haben unsere Theaterstücke aufgeführt. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht.

 

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