St. Patrick’s Day in Ireland

von Andzelika Gürich

Heeeya, ich melde mich nach langer Zeit mal wieder auf unserem Stipendiaten-Blog. Nun bin ich schon ein halbes Jahr in Irland. Es gab Höhen und Tiefen, doch seit Januar wohne ich in einer neuen Gastfamilie und es wird nur noch besser. Ich erlebe jeden Tag etwas Neues und habe mich super eingelebt. In diesem Beitrag möchte ich über den St. Patrick’s Day berichten. Das ist der Nationalfeiertag der Iren und dieser wird jedes Jahr am 17. März mit vielen Paraden und Festen gefeiert –  nicht nur in Irland, sondern auch in New York, Buenos Aires oder München.St. Patrick war ein irischer Bischof, der Anfang des 5. Jahrhunderts lebte. Er war verantwortlich für Irlands Bekehrung zum Christentum. Er soll wirklich existiert haben, seine Lebensgeschichte ist mit vielen Mythen und Legenden verbunden. Er war sehr erfolgreich, denn Ende des 5. Jahrhunderts war Irland zu einer christlichen Nation geworden. Niemand weiß, wann er genau geboren ist, aber sein Sterbedatum ist angeblich der 17. März und deswegen wird an diesem Tag im ganzen Land St. Patrick gefeiert. Dabei gehen viele Menschen zu Paraden. Die größte ist in der Hauptstadt Dublin.

Um 12:00 Uhr bin ich mit meiner Gastfamilie zur Parade nach Cavan Town gefahren. Das ist die Landeshauptstadt meines „County“. Am St. Patrick’s Day ist es übrigens ein Muss etwas Grünes zu tragen und viele Menschen tragen auch „Shamrock“ an ihren Klamotten. Shamrock ist eine Art Klee, mit dem St. Patrick dem König Laghoire die Dreifaltigkeit erklärt haben soll. Die Paraden werden immer von St. Patrick angeführt, entweder zu Fuß oder auf dem Pferd. Danach folgen verschiedene Gruppen: Musikgruppen, Sportvereine, Pfadfinder, Wagen von denen Süßigkeiten geworfen werden, Traktoren und vieles mehr.

Am späteren Nachmittag war ich dann noch bei der Parade meines Wohnortes Ballyjamesduff (BJD). Zu mindestens behaupte ich, dass ich da wohne, denn mein wahrer Wohnort besteht lediglich aus ein paar Häusern und zwei Straßen, was in Irland allerdings üblich ist. Um 15:00 Uhr hat mich meine Gastmutter in die drei Kilometer entfernte besagte „Stadt“ gefahren. Die Parade sollte um 16:00 Uhr starten. Ich war schon so früh da, weil ich in der Parade laufen sollte und wir uns als Gruppe noch vorbereiten mussten. Ich bin jetzt offiziell eine „beaver-Leiterin“, da ich mein Pfadfinderversprechen abgegeben habe. Niamh, eine der Gruppenleiterinnen, hat sogar entschieden, dass ich die Gruppe anführen und die Flagge tragen sollte!

In der Ballyjamesduff Parade kam St. Patrick auf einem Pferd geritten. Danach folgten der Fußballclub und dann wir Pfadfinder. Am Anfang der Parade standen nicht so viele Leute, aber als wir in der Stadtmitte angekommen waren, waren da auf einmal mehr als tausend Leute. Das habe ich echt nicht erwartet, weil BJD wirklich klein ist, zu mindestens für deutsche Verhältnisse… Naja und dann haben die Besucher der Parade Fotos von uns gemacht. Auf YouTube bin ich übrigens auch zu sehen. Ich glaube, ich bin viel zu schnell gegangen, irgendwie kam mir der Abstand zwischen mir und meiner Truppe zu groß vor, aber die Leiterinnen meinten, alles war super…

Der St. Patrick’s Day war für mich eine ganz tolle Erfahrung, auch aus dem Grund, weil ich bei der Parade aktiv mitmachen konnte. Ich habe leider nur Bilder von der Cavan Parade, da ich nicht gut fotografieren kann. Das BJD Parade Video gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=5ffnPS2jlII

Für Fotos und weitere spannende Erlebnisse aus meinem Auslandsjahr, besucht gerne mal meinen Blog: andzelika-goes-to-ireland.auslandsblog.de

 

 

 

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