Die „Jungs“aus Ingolstadt

von Rojer Hamoto

Jeder von uns hat in den Nachrichten etwas über die Flüchtlingskrise gehört und Bilder dazu gesehen. „Schrecklich!“, denkt sich jeder. Viele wollen, dass diesen Flüchtlingen geholfen wird. Dazu kommt noch, dass unter den Flüchtlingen viele Minderjährige sind. Sie wurden erst Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge genannt, kurz UmF, jetzt heißen sie unbegleitete Minderjährige, kurz uM – auch in der Roland Berger Stiftung.

Die Stiftung hat sich auch die Aufgabe gemacht, die Jungen zu unterstützen und in ihr einzigartiges Förderprogamm für junge Flüchtlinge aufzunehmen. Seit Mai 2015 leitet die Stiftung eine vollbetreute Enrichtung in Ingolstadt (Anmerk.: Erst vor kurzem hat sie ein zweites Haus für junge Volljährge geöffnet), die 12 Jungen beherbergt, die aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien stammen. Zu Beginn haben die Jungen einen Sprachkurs besucht und mit dem Beginn des Schuljahres gingen sie in die Berufschule in Ingolstadt. Momentan besuchen zwei Jungen das Gymnasium als Gastschüler und der Rest die Berufsschule. Aber die Jungs leben nicht allein in der Einrichtung. Das Betreuungs-Team besteht aus sechs  Sozialpädagogen, zwei Kulturvermittlern, einem Koch, einer Buchhalterin und dazu kommen noch einige Mitarbeiter der Stiftung in München, die das Team unterstützen.

Mittlerweile sind die „Jungs“ – so werden sie liebevoll genannt – gut integriert, z.B. nehmen einige bei den Übungen bei der Freiwilligen Feuerwehr teil, andere sind im Fußballverein. Viele machen auch Musik und gehen ins Fitnessstudio. Ich habe mir mal so ein Tag angeschaut. Einige helfen im Garten, andere packen beim Einkauf mit an. Sie leben wie in einer großen WG. In der Küche hängt ein Plan, in dem steht, was sie in der Woche machen sollen. Die Jungs unternehmen nicht nur Ausflüge unter sich, sondern besuchen wie wir Stipendiaten die Seminare des Deutschen Schülerstipendiums. Beispielsweise waren sie beim Redaktionstreffen in Weimar dabei oder beispielsweise beim Tanzworkshop, bei dem ich auch mitgemacht habe.

Wenn Ihr mehr über die „Jungs“erfahren wollt, dann könnt Ihr auf der Homepage der Roland Berger Stiftung mehr Infos finden. Dort erzählen auch drei Jungs ihre Fluchtgeschichte.

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