Sieger beim Sprachen-Wettbewerb

von Marie Lüschow

Anfangs war es nur eine fixe Idee. Freundinnen fragten mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen zusammen als Gruppe am Bundeswettbewerb für Fremdsprachen teilzunehmen und ich sagte zu. Wir drehten einen Kurzfilm, hatten dabei viel Spaß und schafften es am Ende auf Platz 1 in Hessen.
Das ist die Kurzfassung. Aber wie viel Arbeit wirklich dahinter gesteckt hat, ist eine längere Geschichte.Dass wir einen Film auf Englisch drehen wollten, stand schnell fest, aber über was? Alle vier von uns hatten unterschiedliche Meinungen und fanden andere Themen gut, doch nach und nach wurden einzelne Aspekte, die wir einbringen wollten, deutlicher. Der Film sollte gesellschaftskritisch werden, modern sein, Jugendliche ansprechen und ihr Leben und ihre Probleme behandeln. Letztendlich entschieden wir uns dafür, die Geschichte vier verschiedener Mädchen zu erzählen, die alle unterschiedliche Probleme haben, sich jedoch niemandem anvertrauen wollen. Der Zuschauer bekommt Eindrücke aus ihrem Leben gezeigt und aus dem Off reden die Mädchen in Gedichtform über ihre Situation. Den Text zu schreiben, war zeitaufwendig und teilweise sehr nervenaufreibend, aber als wir dann endlich zum Drehen des Films übergehen konnten, hat das dafür umso mehr Spaß gemacht.

Nachmittage mit Freunden verbringen, Schlittschuhlaufen gehen, eine Szene 1000 Mal drehen müssen, weil man nicht ernst bleiben kann – und schon waren alles gedreht und es ging weiter zum nächsten (wieder eher anstrengenden) Teil: das Schneiden des Films und noch das Aufnehmen von Voice-Overs und Hintergrundmusik. Aber als wir letztendlich auch das geschafft hatten, war unser Werk endlich fertig und wir konnten es beim Bundeswettbewerb einreichen.

Etwa 6 Wochen später bekamen wir schon unsere Ergebnisse und die Freude war natürlich groß. Niemand von uns hätte damit gerechnet, dass wir es schaffen würden, den ersten Platz für Hessen zu erreichen! Klar, wir hatten viel Arbeit investiert und unser Bestes gegeben – aber dass es SO gut ankommen würde, hätten wir nicht gedacht.

Wir wurden also zum Sprachenfest vom 20. – 22.6. nach Hannover eingeladen, bei dem dann der Sieger bundesweit ermittelt wird, aber da war bereits das nächste Problem: Als Mediengruppe durfte man nur höchstens zu dritt zum Fest, aber wir waren vier Personen und eine Ausnahme wurde leider nicht genehmigt. Also mussten wir unserem Beitrag noch eine Theater-Szene hinzufügen, denn als Theatergruppe konnte man bis zu zehn Leute mitnehmen. Die vergangenen sechs Wochen verbrachten wir dann damit, noch einen Dialog zu schreiben und zusammen mit einem Theaterpädagogen zu üben.

Die hessische Siegerehrung fand nun am 14.6. an unserer Schule statt. Hier führten wir die überarbeitete Fassung auf, es war also eine Art „Generalprobe“ für Hannover. Auch wenn eines unserer Gruppenmitglieder krank war, war es doch eine gelungene Aufführung und wir freuen uns darauf, auf dem Sprachenfest noch einmal alles zu geben und mal sehen, vielleicht schaffen wir dort eine weitere Platzierung…

Wenn ihr selbst Lust bekommen habt, am Wettbewerb für Fremdsprachen teilzunehmen, egal ob alleine oder als Gruppe, schaut einfach auf der Website https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/ vorbei, dort stehen alle wichtigen Informationen. Und glaubt mir, allein der Spaß ist es wirklich wert!

 

 

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