Ring, Ring, Freude bring´!

von Karyna Gorlovka

Gemeinsame Zeit lässt neue Freundschaften entstehen. Gemeinsame Erlebnisse schweißen Freunde stärker zusammen. Gemeinsame große Errungenschaften von Menschen, die zusammen für diese Erlebnisse kämpfen, machen sie unzertrennlich. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Jubiläumsfeier des künstlerischen Jahresprojektes „Eloise“ von den Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Baden-Württemberg, München und Rheinland-Pfalz eine weitere, tolle Erinnerung für die beteiligten Personen bleiben wird.

Vor einem Jahr, am 11. Juli 2015, wurde die Kinderoper „Eloise“ im Carl-Orff-Saal des Münchner Gasteigs zum ersten Mal aufgeführt. Auf dem langen und spannenden Weg von einfachen Schauspiel-, Tanz- sowie Gesangsübungen mit Mitstipendiatinnen und Mitstipendiaten bis hin zur Zeit auf der Bühne mit neuen Freunden sammelte jeder für sich persönlich neue Erfahrungen und viele Erinnerungen, die am Wochenende vom 15.-17. Juli 2016 in einer Jugendherberge in Mainz schnell wieder wachgerüttelt werden konnten.

Schon am Freitagabend stimmten wir uns mit dem Anschauen unseres Auftritts, der auf DVD festgehalten wurde, auf das gemeinsame Wochenende ein. Jubelnd und voller Euphorie verließen wir den zum Kinosaal transformierten Seminarraum der Jugendherberge  und begaben uns zum Volkspark, einer Mainzer Parkanlage. Dort verbrachten wir den restlichen Abend zusammen, bevor es am nächsten Tag mit dem von unseren Stipendiatensprechern organisierten Programm weitergehen sollte.

Der nächste/zweite Tag begann mit einer City-Tour durch Mainz, welche wir mit einem eisenbahnähnlichen (und doch straßentüchtigen) Gefährt, dem „Gutenberg-Express“, zurücklegten. Schließlich besuchten wir das ebenfalls nach dem Wiedererfinder des Buchdrucks und der Druckerpresse benannte Museum und nahmen an einer speziell Johannes Gutenberg gewidmeten Führung teil.

Am Nachmittag erwarteten uns dann Teampädagogen aus dem NEW Institut. Nach aufwärmenden Gruppenspielen und Übungen an der frischen Luft im Volkspark wurde unser Teamgeist gefragt – es galt, möglichst viele lustige kleine Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Sei es das Flechten von 60 Zöpfen oder das Bilden und das Benutzen eines Springseils aus Socken – nach 40 Minuten war die Deadline zu erwarten.

Wir entschieden uns, 23 Aufgaben solcher Art in der vorgegebenen Zeit zu übernehmen und waren nach nur einer halben Stunde fertig! Finale Bilanz: unter anderem 84 Zöpfe und ein 2,50m langes Seil. Demnach hätten wir viel mehr schaffen können als wir uns selbst anfänglich zugetraut hätten, sagten uns die Erlebnispädagogen. An dem dazu benötigten Teamgeist und Zusammenhalt hat es tatsächlich nicht gefehlt. Unsere wiederhergestellte Gruppendynamik war auch noch am Abend deutlich zu spüren, den wir mit musikalischer Begleitung, Tanz, Tisch- und Gruppenspielen verbrachten.

Am Morgen des letzten Tages gab es dann eine Abschlussrunde mit Feedback, welche zeigte, dass sich im Endeffekt auch nach einem Jahr nichts für unser Kollektiv geändert hatte – sogar der Abschluss des Wiedersehens mit dem Vorführen unserer Eloise-Devise hatte geklappt. Zwar nach einigen Probeversuchen, aber so ist es nun im Theater.

 

 

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