Globe Theatre, River Thames und Canary Wharf – meine Eindrücke von London

von Marie Lüschow

Vor einem halben Jahr haben drei Freundinnen und ich beim Bundeswettbewerb für Fremdsprachen als 1. Preis eine London-Reise gewonnen, die zu diesem Zeitpunkt noch weit in der Zukunft lag. Doch plötzlich ist November und auf einmal liegt die Reise schon hinter uns. Wo ist die Zeit geblieben? Aber auch wenn alles so schnell vergangen ist (gut, ich gebe zu, wir waren auch nur zwei volle Tage in London), haben wir tolle Erinnerungen, lustige Fotos und eine Menge Erfahrung für die Zukunft gesammelt.
Aber von Anfang an…

Wir kamen am Frankfurter Flughafen am Treffpunkt der Abreise an, wobei wir ihn vorher eine halbe Stunde lang suchen mussten. Und falls ihr euch jetzt denkt, dass wir nach London geflogen sind – falsch gedacht. Wir mussten ganze 12 Stunden mit Bus und Fähre fahren und ja, das war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht. Außer uns sind noch ca. 40 weitere Schüler aus Deutschland mitgefahren, mit welchen wir uns gut verstanden und neue Freundschaften geknüpft haben.
Irgendwie haben wir es dann geschafft, endlich in London anzukommen und auf dem Weg zum Hotel bekamen wir bereits einen Eindruck vom nächtlichen London (wir sind um 11 Uhr in Frankfurt los und waren um 23 Uhr in London). Im Hotel angekommen, sind wir nur noch todmüde in unsere Betten gefallen und waren glücklich, den Hinweg hinter uns zu haben.
Am nächsten Tag hatten wir ein volles Programm vor uns, was mit einer Führung durch das Globe Theatre und anschließend einem kleinen Schauspiel-Workshop begann. Es war sehr spannend und hat viel Spaß gemacht, außerdem hat mich das britische Englisch des Workshop-Leiters begeistert! Anschließend ging es weiter zu Borough Market, bei dem wir dann die Mittagspause verbracht haben. Wer nicht weiß, was Borough Market eigentlich ist: Ein großer Markt (wie der Name schon sagt), bei welchem Gerichte aus aller Welt verkauft werden. Wir haben dort also zu Mittag gegessen und sind gestärkt weiter zu unserer nächsten Station, nämlich nach Canary Wharf. Canary Wharf ist ein riesiger Komplex aus Bürogebäuden auf der Isle of Dogs und die Führung durch die Häuserschluchten, vorbei an Wolkenkratzern und Kanälen war wirklich beeindruckend.
Danach ging es weiter nach Greenwich, wobei wir zuerst bei der Cutty Sark waren und anschließend durch den Außenbereich des Trinity College of Music gelaufen sind, das wegen seiner atemberaubenden Architektur bereits Schauplatz verschiedenster Hollywoodfilme, wie Fluch der Karibik, war. Weiter ging es vorbei am Queen’s House zum Royal Greenwich Observatory. Es war schon Nachmittag und wir waren vom vielen Laufen bereits sehr erschöpft, aber für die Aussicht hat sich der Aufstieg letztendlich gelohnt. Man hatte einen tollen Blick über London und wir waren froh, dass wir doch noch durchgehalten hatten.

Nachdem wir den Abstieg gemeistert hatten, ging es für eine Bootstour auf die Themse, auf der wir uns ausruhen und London bei Nacht bewundern konnten. Anschließend ein kleiner Stopp in Westminster und wir waren auch schon wieder auf dem Weg in unser Hotel. Übrigens empfehle ich euch, nicht abends U-Bahn zu fahren, wenn es sich vermeiden lässt. Wir mussten uns letztendlich aufteilen, da die Bahnen einfach zu voll waren und es war kein Spaß, eingequetscht und kaum atmend durch halb London fahren zu müssen. Doch wir kamen wohlbehalten im Hotel an und gingen sofort ins Bett, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein. Dieser war nun unser letzter und auch der aufregendste Tag, da wir ihn zur freien Verfügung hatten und selbst entscheiden konnten, wann wir wo hinwollten. Zuerst haben wir einen kurzen Abstecher in den Hyde Park gemacht, aber da das Wetter nicht sonderlich gut war (typisch Englisch), sind wir schnell weiter zum Camden Market.
Camden Market ist ein riesiger Markt, auf dem man einfach alles kaufen kann, was das Herz begehrt. Von Essen über Kleidung und Schmuck bis hin zu Schallplatten oder Gemälden – es gab alles.Den halben Tag verbrachten wir dort, schauten uns um, kauften einige Souvenirs und wollten eigentlich gar nicht mehr woanders hin, aber auf unserer Liste standen noch ein paar Punkte.

Gegen Nachmittag sind wir dann weiter ins British Museum, das allein von außen durch seine hohen Säulen schon beeindruckend ist. Falls ihr es nicht wisst, das British Museum ist kostenlos (zumindest die Dauerausstellungen), ihr könnt also einfach hineingehen und euch die verschiedenen Ausstellungen aus Ländern weltweit anschauen. Dort waren wir noch zwei Stunden (und es war so  groß, dass wir nicht mal die Hälfte aller Ausstellungen geschafft haben), bevor wir schon wieder los mussten, um uns mit den anderen am Bus, der uns wieder nach Hause bringen sollte, zu treffen.

Wir sind also abends mit dem Reisebus losgefahren, wieder mit der Fähre von Dover nach Calais und zurück nach Frankfurt. Die meiste Zeit über hat man versucht, zu schlafen, oder sich zumindest irgendwie auszuruhen, auch wenn das in einem ruckelnden, lauten Bus gar nicht so einfach war. Am nächsten Tag kamen wir dann morgens wieder am Flughafen an und unsere Reise nach London war damit beendet.

Als Fazit steht für mich fest, dass London eine atemberaubende Stadt ist, die jeder einmal gesehen haben muss, ganz egal, ob für zwei Tage oder drei Wochen. Es gibt so viel zu entdecken, zu erfahren und auszuprobieren – es ist einfach großartig! Also wenn ihr irgendwann die Möglichkeit habt, nach London zu kommen, dann nutzt die Chance und freut euch auf die Überraschungen, die diese Stadt für euch bereithält.

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