Let the journey begin!

von Christina Kirsten 

Liebe Leserinnen und Leser,

in meinem heutigen Bericht möchte ich Ihnen von meinem Start ins Auslandsjahr und ein wenig über meinen ersten Monat hier in England erzählen.

Mein Auslandsjahr startete am 05.09.2016. Um kurz nach Mitternacht hieß es für mich aufzustehen. Ich war sehr müde, da ich in der Nacht vor lauter Aufregung kaum Schlaf gefunden hatte. Das Einzige, was ich tat, war mich fertig zu machen und das letzte Mal meinen Koffer zuzuschließen, bevor es dann auch schon mit dem Auto zum Flughafen Hannover ging.
Am Flughafen angekommen, suchten wir auch schon mein Gate und ich sah viele Leute von meiner Austauschorganisation. Ich erkannte sie, weil wir alle lila T-Shirts der Organisation trugen.
Die letzten Stunden vor meinem Abflug vergingen sehr schnell. Der Abschied von meiner Familie war tränenreich, doch so ging es den meisten. Den letzten Blick auf meine Eltern warf ich mit Tränen in den Augen hinter dem Sicherheitscheck. Doch von allen Austauschschülern, die mit mir in Hannover starteten, waren die Tränen schnell verschwunden, denn auch wenn wir wussten, dass wir unsere Familie ein Jahr nicht sehen würden, war es für uns nicht real. Es herrschte gute Stimmung im Flugzeug, das um 6:35 Uhr nach Frankfurt startete. Wir alle erzählten uns von unseren Gastfamilien und vielem mehr.

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Frankfurt war unser Hauptflughafen. Alle Austauschschüler, die nach Großbritannien oder Irland kommen, waren an diesem Tag für eine gemeinsame Weiterreise in die Mainmetropole gekommen. Wir hatten noch einige Stunden Aufenthalt in Frankfurt und ich traf viele bekannte Gesichter oder auch Freundinnen aus der Organisation. Zuletzt ging es dann mit dem Flugzeug nach Edinburgh, wo wir in der Nähe noch drei Tage zur Vorbereitung verbrachten. Wir nahmen auch an einem Schottischen Tanzfest teil.

Als es dann am Mittwoch mit einer kleineren Gruppe nach England ging, dachte ich schon mehr darüber nach, dass ich mein Zuhause für zehn Monate verlasse. Ich war auch sehr aufgeregt, da ich von der Gastfamilie abgeholt werden sollte. Als wir mit der kleinen Gruppe in England landeten, wurden wir in einem Kleinbus von unserer Organisation an einen zentralen Ort gefahren, wo unsere Gastfamilien uns abholten. Meine Gastfamilie begrüßte mich ganz herzlich und liebenswürdig. Ich wurde von meinen beiden Gasteltern und meiner Italienischen Gastschwester abgeholt, die schon eine Woche da war.

Nachdem ich einige Tage schon in England war, bekam ich von meiner Mama einen Zeitungsbericht geschickt, in dem stand „An mehreren Schulen in Niedersachsen und am Flughafen Hannover haben Unbekannte am Montag per Email mit Anschlägen gedroht“. Dies betraf meinen Abflugtag. Gut, dass ich das nicht wusste…

Jetzt lebe ich schon fast einen Monat in meiner Gastfamilie und bin sehr froh. Die Gasteltern sind in der Woche zwar beschäftigt, aber dafür am Wochenende Zuhause und unternehmen etwas mit uns. Am meisten freue ich mich über meine Gastschwester, wir passen sehr gut zusammen. Wir haben die gleichen Interessen, Hobbies und auch im Charakter haben wir viele Ähnlichkeiten. Dennoch unterscheiden wir uns: Sie hat sehr viel Humor und wir lachen täglich sehr viel gemeinsam. Wir verbringen fast den ganzen Tag zusammen und sie ist für mich jetzt schon wie eine richtige Schwester.

Natürlich musste ich mich auch etwas umstellen. Die Leute hier in England arbeiten tagsüber, daher ist hier die Hauptmalzeit das Abendbrot. So habe ich leider häufiger am Nachmittag Hunger.

An meinem ersten Schultag an einer englischen High-School war ich sehr aufgeregt. Doch es war toll. Ich habe schon viele Leute, mit denen ich mich gut verstehe. Meine Gastschwester und ich haben schon eine gute gemeinsame Freundin, mit der wir schon einiges unternommen haben. Ich genieße die Schule hier sehr, es ist ein großer Unterschied zu einer deutschen Schule. Der Tagesablauf mit all den Stunden, Pausen und Privilegien meiner Klassenstufe der „Sixthform“.

Doch davon möchte ich in meinem nächsten Bericht erzählen…..

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