Stipendiatensprechertreffen in Frankfurt 2016

von Kunalan Vigneswaran

Vom 16.09.2016 bis 18.09.2016 war es wieder soweit. Das jährliche Stipendiatensprechertreffen fand dieses Mal in Frankfurt am Main statt. Der Ort wurde wie gewohnt schon beim vergangenen Treffen im Vorjahr beschlossen. Begleitet wurden die Stipendiaten durch Herrn Seiferheld (Projektleiter für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) und Frau Friedel (Projektleiterin für Hessen und Nordrhein-Westfalen). Viele Sprecher kannten sich schon aus dem letzten Jahr, es gab aber auch einige neue SprecherInnen. So verbrachten die meisten Stipendiaten am ersten Tag ihre Zeit bis zur Nachtruhe im Spielraum der Jugendherberge.

Am Samstag ging es dann los mit der Arbeit. Es standen verschiedene Themen an, die angesprochen und besprochen werden sollten. Dieses Jahr war zum ersten Mal ein Vertreter der Alumni-Gruppe dabei und hat mit den Stipendiaten gearbeitet. Angefangen hat der Tag mit der Ablaufbesprechung und der Kennenlernrunde. Jeder Stipendiat hat sich vorgestellt und begründet, warum er oder sie Stipendiatensprecher bzw. -sprecherin ist. Daraufhin setzten sich die SprecherInnen der jeweiligen Bundesländer bzw. Regionen zusammen und erarbeiteten die Fragen, welche Aufgaben sie in der Region wahrnehmen, was in der Region gut läuft und was nicht, wie die Ferienakademie war und wie man in der Region die Alumni bisher wahrgenommen hat. Nach der Erarbeitung hat jede Region ihre Antworten präsentiert.

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Daraufhin informierte uns Herr Seiferheld über die aktuelle Entwicklung des Deutschen Schülerstipendiums. Dabei hat man gesehen, dass das Schülerstipendium am Wachsen ist. Derzeit gibt es 700 Stipendiaten und die Aufnahmekriterien sind weiterhin Begabung, Engagement und soziale Benachteiligung. Die Stipendiaten bestehen zu 56% aus Mädchen und zu 44% aus Jungen. 67% der Stipendiaten haben einen Migrationshintergrund. Das Deutsche Schülerstipendium wird in sieben Regionen realisiert. Zudem besteht in Ingolstadt eine Profilschule und zwei Gymnasien mit Profilklassen. In Ingolstadt gibt es zwei Flüchtlingshäuser, in denen jeweils 12 junge Flüchtlinge leben. Ein weiteres Flüchtlingshaus für 12 unbegleitete Minderjährige wird in Kassel gebaut. Im Jahr 2015 hat die Stiftung zwei künstlerische Großprojekte (Eloise, Turbulence), sieben überregionale Seminare, überregionale Seminare für Mentoren und die Ferienakademien realisieren können. Eine weitere Neuigkeit ist der Wechsel des Hauptförderers. Die Ippen Stiftung ist der neue Hauptförderer des Deutschen Schülerstipendiums.

Anschließend hatten die Stipendiaten die Aufgabe bekommen, sich Gedanken über die Punkte Wertschätzung, Eigeninitiative sowie Selbstverständlichkeit zu machen und inwiefern man diese in den jeweiligen Regionen wahrnehmen kann. Alles wurde an mehreren Tafeln aufgeschrieben und festgehalten.

Samstagnachmittag bekamen wir Besuch von Frau Habermayr, die Einrichtungsleiterin der Flüchtlingshäuser in Ingolstadt, und von Abdullahi, einem Jugendlichen aus dem Flüchtlingshaus. Frau Habermayr hat unsere Fragen beantwortet und uns über den Alltag der Jugendlichen informiert, wie sie zur Roland Berger Stiftung gekommen sind, wie genau die Stiftung hier hilft und wie sich die Jugendlichen finanzieren. Danach ging es für uns in die Stadt und wir haben die Möglichkeit bekommen die Stadt zu erkunden, während wir Fragen zu verschiedenen Gebäuden und wichtigen Merkmalen Frankfurts beantworteten. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in einem italienischen Restaurant.

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Der letzte Tag begann mit der Diskussion über die oben genannten Begriffe Wertschätzung, Eigeninitiative sowie Selbstverständlichkeit. Danach hat uns Frau Friedel über die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informiert. Die Präsentation mit den Informationen zu einem Auslandsaufenthalt ist im Intranet zu finden.

Anschließend wurde über die Kommunikation untereinander gesprochen. Dabei ging es auch um die Kommunikation zwischen Stipendiaten und der Alumni-Gruppe und wie sie verbessert werden kann. Die Resultate wurden von den einzelnen Gruppen präsentiert und anschließend in der großen Gruppe diskutiert und festgehalten.

Daraufhin wurde über die Wahlkriterien eines Stipendiatensprechers gesprochen. Dabei ist herausgekommen, dass ein Stipendiat noch mindestens zwei Jahre im Stipendium haben sollte und mindestens von zwei Stipendiaten nominiert werden sollte. Ein Stipendiatensprecher sollte auch genug Zeit haben und alleine anreisen können.

Der letzte Tag endete mit der Wahl Münchens als nächsten Treffpunkt und der Abreise der Stipendiaten. Insgesamt war es ein Wochenende, an dem man nochmal Vieles über die Arbeit der Stiftung erfahren konnte und die Situationen in allen Regionen sehen und Probleme ansprechen konnte.

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