Wir machen Fernsehen!

von Ramies Barkat 

In den Herbstferien fand in Berlin ein Film- und Fernsehseminar statt, in dem vier tolle, selbstgedrehte Kurzfilme entstanden sind, die man auf jeden Fall angesehen haben sollte! In den Filmen (die ihr übrigens unten ansehen könnt) geht es um verschiedenste Themen: Eine Stipendiatengruppe besuchte das Lunchkonzert in der Berliner Philharmonie, eine andere traf sich mit Geflüchteten, die in Deutschland eine neue Heimat suchen. Außerdem gibt es einen Film über das Berliner Eishockey-Team „Die Eisbären“ und für den vierten Film begab sich das „Fernsehteam“ auf Spurensuche an der Berliner Mauer.

Vier Tage lang wurden wir von den beiden Journalistinnen Marion Hütter und Claudia Laszczak begleitet und beraten. Beide konnten durch ihre langjährige Berufstätigkeit im Medienbereich sehr viele Erfahrungen sammeln.

Dass die beiden so routinierte Redakteurinnen sind, war ein ausschlaggebender Punkt für die Planung der Dreharbeiten, denn man muss viel beachten, bevor man nur daran denken kann die Kamera anzuschalten. Erst einmal muss man sich mit der Technik vertraut machen, denn wie funktioniert eigentlich so eine Profikamera und was gibt es bei den diversen Einstellungsgrößen zu beachten? Eine große Herausforderung ist es beispielsweise schnelle Bewegungen aufzunehmen, ohne am Ende mit verwackelten Videoaufnahmen dazustehen. Dieses Problem hat besonders die Gruppe der Berliner Eisbären sehr gut gemeistert.

Aber auch die Frage, wie ein geeigneter Hintergrund für ein Interview aussieht, beschäftigte uns während der Dreharbeiten. Und wer hätte gedacht, dass es wichtig ist, schon vor den Dreharbeiten festzulegen, ob man den Reporter im Bild einbinden möchte oder ob man die Stimme im Nachhinein mit einem Mikrofon aufnimmt?

Eines haben wir mit Sicherheit gelernt: Bilder, die wir nicht aufgenommen haben, können danach auch im Film nicht erscheinen. Als wir mit dem Drehen begannen, war deshalb das oberste Gebot: Sovielwie möglich aufnehmen!Denn 90 Minuten Rohmaterial verwandeln sich beim Schneiden sehrschnell in einen vierminütigen Kurzfilm.

Und wenn man sich das nächste Mal einen Film im Kino ansieht, denkt man vielleicht eher darüber nach wie viel Arbeit in einem Film steckt, der nicht selten zwei Stunden lang ist.

 

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