Die Englisch-Akademie in Benediktbeuern

von Las Rabaty

Kaum ist das Schuljahr zu Ende, das Zeugnis abgehakt und die Schule schon vergessen, beginnt die Vorfreude auf die Ferienakademie. Man packt schnell alles ein, gibt seinen Freunden Bescheid und schon sitzt man im Zug, auf dem Weg in ein anderes Bundesland. Dieses Jahr war ich bei der Englischakademie dabei, welche in Bayern, genaugenommen in Benediktbeuern, stattfand.

Tag 1 – Kaum angekommen, erkundet man direkt die Jugendherberge, die Umgebung, freut sich über Sportplätze und sucht nach Informationen zum Ablauf der Woche. Wie wir, die heutige Jugend, nun mal sind, sucht man auch nach einer guten Internetverbindung, bis man ernüchtert merkt, dass es keine gibt. Währenddessen treffen auch schon die nächsten Gruppen ein. Ein paar bekannte Gesichter erkennt man hier und da, während der Großteil aufgrund der hohen Teilnehmerzahl unbekannt bleibt. Man macht sich bekannt und es kommt zum Gespräch. Nachdem ich meinen Mitbewohner kennengelernt hatte und wir alles Wichtige geklärt hatten, wurden wir in die Lobby gerufen und Englisch wurde zur einzig erlaubten Sprache erklärt, vom Frühstück bis zum Abendessen. Nachdem alles Wichtige besprochen worden war, ging es auch schon zum Abendessen. Als wir fertig waren, wurden wir in drei verschiedene Gruppen eingeteilt, die unterschiedlichen Native-Speakers zugeteilt waren. Wir starteten mit einer Teambesprechung in unserer jeweiligen Gruppe. Danach ging es zum Karaoke-Abend. Wer nicht in der Bar sitzen wollte, durfte auch einfach auf dem Zimmer oder in der Lobby sein. Um 22:00 Uhr war dann auch schon Bettruhe und der erste Tag geschafft.

Tag 2 – Nach dem Frühstück begann die erste Unterrichtsstunde mit den Gruppenleitern. Man lernte sich erst einmal näher kennen und nahm einige USA-bezogene Inhalte durch wie zum Beispiel die einzelnen Bundesstaaten, auch Jeopardy auf Englisch spielten wir. Diese Stunden gab es jeden Tag nach dem Frühstück. Danach bereiteten wir uns auf die Kanufahrt vor, welche sehr lustig und interessant war. Wir fuhren mit dem Bus an einen See, wo wir zu viert in einem Kanu saßen. Die Mitarbeiter der Jugendherberge stoppten auch mehrmals die Kanus, um uns einiges Wissenswerte über die Umgebung  zu erzählen. Als wir fertig und wieder in der Jugendherberge waren, gab es Abendessen und die Möglichkeit einen Film anzuschauen oder z.B. Billard zu spielen. Somit endete auch der zweite Tag.

Tag 3 – Der dritte Tag verlief morgens wie der Tag davor – Frühstück, die Stunde bei der Lerngruppe, Mittagessen. Aber nach dem Mittagessen gab es eine Führung durch das Klostergelände von Beneditbeuern, welche sehr interessant war. Uns wurde Geschichtliches zum Kloster und den Gebäuden erklärt und wir sahen die Klosterbasilika, welche von innen wunderschön ist. Als die Führung zu Ende war, durften wir entscheiden, was wir als nächstes machen wollten: Geocaching oder Klettern, wobei ich mich für Geocaching entschied. Wir bekamen Navigationsgeräte, füllten noch schnell unsere Trinkflaschen zum Auftanken für unterwegs auf und schon ging es los. Wir folgten den Anweisungen, die uns gegeben wurden, liefen durch den Wald, erkundeten nebenbei auch die Gegend und fanden letztendlich das Ziel. Kaum waren wir fertig, gingen wir zurück zur Jugendherberge und hatten noch ein wenig Freizeit, bevor wir alle dabei helfen mussten, unser Grillfest vorzubereiten, das für den Abend geplant war. Nach dem Essen saßen alle um das Lagerfeuer und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Tag 4 – Die Unterrichtsstunde am Donnerstag  war voll und ganz auf die Sketches fokussiert, welche wir über die Woche vorbereiten sollten. Wir stellten unsere Sketches vor und die Betreuer und Projektleiter überreichten uns Urkunden für die Ferienakademie. Nach einer Wasserbombenschlacht gab es Freizeit. Nach dem Abendessen war es Zeit für die Disco und Karaoke. Beides war ein großartiger Abschluss der Ferienakademie, wobei wir sogar eine Stunde später zu Bett gehen durften.

Tag 5 – Der letzte Tag ist immer schwer. Das Zimmer wird aufgeräumt, letzte Gespräche geführt, Teelefonnummern werden ausgetauscht. Die Projektleiter halten eine letzte Rede und schon laufen wir zum Bahnhof. Im Zug habe ich mich dann von allen verabschiedet und war auch schon auf dem Weg nach Hause. Wegen des vielen Singens beim Karaoke und der lauten Unterhaltung in der Disco am Tag davor war meine Stimme komplett weg und ich konnte auf der Heimfahrt nur noch flüsternd reden. Gelohnt hat es sich aber allemal!

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