Eine Woche harte Arbeit. Eine Woche komplett neue Erfahrungen sammeln. Eine Woche Radio hautnah.

von Joy Schwab

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es beim Radio so läuft? Ihr wolltet schon immer mal wissen, ob noch mehr dahintersteckt als nur Menschen, die reden und Musik abspielen? Ich würde euch gerne zeigen, dass Radio viel mehr ist als man immer denkt. Denn ich habe zusammen mit meiner Klasse das Radiomachen hautnah erleben dürfen und ich sage euch: Es ist alles andere als ein Zuckerschlecken!

Wir, die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Klasse 8n des Matthias-Grünewald-Gymnasiums beschlossen gemeinsam mit unserer Musiklehrerin, an einem Wettbewerb – ins Leben gerufen von der Stiftung Zuhören – teilzunehmen. In diesem speziellen Wettbewerb ging es darum, einen vierminütigen Beitrag zum großen Thema „Sound Of The Future“, also wie klingt die Welt in naher oder ferner Zukunft, zu produzieren. Wie wir als Klasse den Beitrag gestalteten, war ganz und gar uns überlassen.

Also ging es los.

Schon im Dezember fingen wir an, Ideen für die Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Wir kamen zu dem Entschluss, dass das Thema „Stille“ sehr, sehr spannend für den Klang der Zukunft wäre. Deshalb entschieden wir uns dafür und reichten unseren Vorschlag bei der Stiftung ein.

Die Idee war ein voller Erfolg, denn wir kamen mit dem Thema in die Top Ten der deutschlandweit teilnehmenden Schulen.

Nun hatten wir eine Idee und einen ungefähren Plan, wie wir das Ganze angehen sollten. So teilten wir uns in drei Gruppen auf, damit wir einzeln nochmal Ideen sammeln konnten, um das Gesamtergebnis am Ende zu verbessern. Jede einzelne Musikstunde arbeiteten wir mit unseren Ideen, forschten im Netz nach Quellen und suchten nach Personen, die sich mit dem Thema Stille auskennen, um sie dann später zu interviewen.

Aber so gut unsere Ideen auch waren, wir brauchten eine Profi, einen Experten, der sich mit dem Thema rund ums Radio wesentlich mehr auskannte als wir. Wir bekamen einen sogenannten Mediencoach zur Seite gestellt,welcher selbst beim Bayrischen Rundfunk arbeitet, der uns helfen sollte, das Projekt richtig anzugehen und der uns eventuell Tipps geben würde, wenn wir welche benötigten. Unser Coach zeigte uns freundlicherweise sogar das Funkhaus vom BR in unserer Stadt Würzburg, in dem wir sehen konnten, wie die Profis Radio machen.

Am 3. April 2017 ging es dann entgültig los: Wir bekamen genau eine Schulwoche Zeit, um unsere Interviews und Umfragen zu halten, um Moderationstexte zu verfassen und aufzunehmen und die ganzen Aufnahmen zu ordnen, auszusortieren und zu schneiden. Das bedeutete kurz und knapp: Wir mussten insgesamt teilweise dreistündiges Aufnahmematerial in eine vierminütige Audiodatei verpacken.

Das klingt nach extrem viel Arbeit, und das war es zugegebenermaßen auch.

So motiviert wir am Anfang der Woche auch waren, am Ende der Woche waren alle nur noch erschöpft und ausgelaugt vom stundenlangen Schneiden und vom Audios-gefühlte-zehntausendmal-Anhören. Aber das ganze hatte natürlich auch eine gute Seite, die uns die ganze Zeit zum Weitermachen motivierte: Das Endergebnis! Jede einzelne der drei Gruppen hatte es geschafft, einen tollen Radiobeitrag zu verfassen, und das war etwas, worauf wir wirklich stolz sein konnten.

Da wir ja bereits für die Top Ten eingetragen waren, hieß es am 20. Juni: Ab nach Frankfurt zur Preisverleihung! Sicher wurden wir für unsere harte Arbeit auch belohnt und anerkannt und gewannen sogar einen Preis!

Die Mühen haben sich also mehr als rentiert!

 

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