Archiv für den Autor: Barbara Kachelmann

Die Stimmung Straßburgs – „Ein Plädoyer für den europäischen Traum“ oder „Zwischendrin“

von Marcel Fortus

Straßburg. Eine Stadt im Zwischendrin. Besser kann ich es nicht beschreiben. Ich spürte diese Stimmung jedes Mal, wenn ich mir vergegenwärtigte, wo ich bin. Eine Stadt zwischen Deutschland und Frankreich, die früher die ganze Zeit von einem zum anderen Land gewechselt ist. Vor allem durch blutige Kriege. Eine Stadt zwischen Mittelalter und Moderne, wo an einem Platz eine gigantische Kirche steht und an einem anderen Platz die riesige Glasfassade des europäischen Parlaments thront. Eine Stadt, die zum ausruhen und entspannen in großen Parks immer wieder einlädt, aber auch die Stadt, durch die häufig bewaffnete Soldaten laufen, die einen immer wieder an die Terroranschläge in Frankreich erinnern. Auf unseren Erkundungstouren sehen wir manchmal in ganzen Vierteln keine Menschenseele, und in der Altstadt treffen wir Menschen, die laut gegen den Sozialstaatabbau durch Macron protestieren. Weiterlesen

Über das Schreiben

von Marcel Fortus

“Viele Leute sagen, man soll nicht mehr übers Schreiben schreiben, ich hab’ das Gefühl, die meisten können nicht einmal ‘schreiben’ schreiben” – MoTrip in “Schreiben, schreiben”

Worüber soll man heute noch schreiben?
Regel Nummer eins ist es, mit dem Anfang anzufangen und mit dem Ende zu enden. Ich fange am Ende an und ende auch dort. Der Text hat keinen Anfang, nur eine Erkenntnis, die anfänglich unbewusst dasteht, sich während des Textes herauskristallisiert und letztendlich alles überragt. Weiterlesen

Eine Woche harte Arbeit. Eine Woche komplett neue Erfahrungen sammeln. Eine Woche Radio hautnah.

von Joy Schwab

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es beim Radio so läuft? Ihr wolltet schon immer mal wissen, ob noch mehr dahintersteckt als nur Menschen, die reden und Musik abspielen? Ich würde euch gerne zeigen, dass Radio viel mehr ist als man immer denkt. Denn ich habe zusammen mit meiner Klasse das Radiomachen hautnah erleben dürfen und ich sage euch: Es ist alles andere als ein Zuckerschlecken! Weiterlesen

Und wie war die Schule heute??

von Andzelika Gürich

Wer kennt es nicht? Es ist Notenschluss, aber es sind immer noch zwei Wochen Schule zu überbrücken, in welchen bekanntlich nicht mehr viel passiert. An meiner Schule werden dann Spiele gespielt, Disneyfilme geguckt und gefühlt essen wir jeden Tag Kuchen und unsere Lehrer spendieren uns Eis. Das klingt ja alles schön und gut, jedoch stelle ich mir die Frage, ob man diese Zeit nicht auch sinnvoller nutzen könnte. Wie wäre es mit zum Beispiel mit Bewerbungstraining? Ich besuche die elfte Klasse eines Gymnasiums und habe, was dieses Thema angeht, mir das Meiste selbst oder durch Seminare der Roland Berger Stiftung erarbeitet. Weiterlesen

Die Englisch-Akademie in Benediktbeuern

von Las Rabaty

Kaum ist das Schuljahr zu Ende, das Zeugnis abgehakt und die Schule schon vergessen, beginnt die Vorfreude auf die Ferienakademie. Man packt schnell alles ein, gibt seinen Freunden Bescheid und schon sitzt man im Zug, auf dem Weg in ein anderes Bundesland. Dieses Jahr war ich bei der Englischakademie dabei, welche in Bayern, genaugenommen in Benediktbeuern, stattfand. Weiterlesen

Ein Abend im Zeichen der Menschenwürde

von Andzelika Gürich und Las Rabaty

Als Roland Berger 2008 eine eigene Stiftung gründete, verankerte er in der Stiftungssatzung zwei Zwecke: Das Deutsche Schülerstipendium, welches Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland unterstützt, und den Roland Berger Preis für Menschenwürde. Dieser Preis zeichnet besondere Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt aus, welche mit ihren Aktionen und Bewegungen die Menschenwürde und -rechte wahren und beschützen. Das Preisgeld wird über mehrere Jahre verteilt ausgeschüttet und ist zweckgebunden. Am 4. Mai 2017 fand die Preisverleihung zum mittlerweile siebten Mal statt. Weiterlesen

„Lügenpresse“ und „Filterblasen“ – Bedeutungsverlust von traditionellen Medien?

von Marcel Fortus, Andzelika Gürich, Las Rabaty, Tuna Safak, Joy Schwab

Die europäische Jugend betrachtet die Vertrauenswürdigkeit der Medien skeptisch. 79% aller 18-35 Jährigen glauben nicht mehr den klassischen Medien. In Deutschland ist der Vertrauensverlust nicht ganz so groß. Der Wert liegt hier bei 22%. Das war das Ergebnis der Studie „Generation What?“, die Anfang April 2017 veröffentlicht wurde. Diese Studie wurde europaweit von der Vereinigung EBU (Europäische Rundfunkunion) durchgeführt.
(Link: http://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/generation-what-europaeischer-abschlussbericht-100.html) 

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Gesprächsrunde mit dem künstlerischen Leading-Team der Stipendiatenproduktion „Eloise“

Am vorletzten Abend unserer Probenwoche im August in Blaubeuren setzten wir uns mit dem künstlerischen Leitungsteam unserer Opernproduktion zusammen – das war eine ziemlich große Runde. Sie bestand aus uns – fünf Redakteuren im Stipendiaten-Redaktionsteam (Kaltrina Berisha, Elisabeth Bauer, Yueling Li, Le Vu und Karlo Jurcevic) und den Mitgliedern des Künstlerteams: Natascha Ursuliak (Regisseurin), Laura Tontsch (Regieassistentin), Claudia Weinhart (Bühnenbildnerin), Dieter Eisenmann (Kostümbildner), Anna Beke (Choreografin) und Anna Hauner (Pianistin). Wenn ihr mehr über unser Künstlerteam erfahren möchtet, lest doch einfach die kurzen Steckbriefe auf unserer Seite. Weiterlesen

Künstlerisches Team „Eloise“


Christopher McMullen-Laird
Christopher McMullen-Laird

Christopher ist unser Maestro. Er wird die vier „Eloise“- Aufführungen im Juli 2015 dirigierten und studiert mit uns die Noten und den Text ein.

Bereits mit vierzehn Jahren arbeitete Christopher bei einem Geigenbauer. Ab 2001 besuchte er das Dartmouth College in den USA und studierte dort Musik. Er erhielt ein Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und studierte von 2005 bis 2006 an der Hochschule für Musik in Weimar. Anschließend begann er, als Dirigent zu arbeiten: In Thüringen und Berlin leitete er Chöre, Opern und Orchester. Seit 2010 ist er „Maestro Suggeritore“ an der Bayerischen Staatsoper in München. Somit wurde er Kollege von Natascha Ursuliak (siehe unten) und schließlicher unser Dirigent. Außerdem leitet er das Münchner internationale Orchester (das unsere Opernproduktion begleiten wird) und das Bjergsted Symfoniorkester in Norwegen.

 

Natascha Ursuliak

Natascha Ursuliak

Natascha ist unsere Regisseurin. Sie leitet uns durch das Stück, hat sich aber auch im Vorfeld schon sehr viel ausgedacht, damit unsere „Eloise“ etwas ganz Besonderes wird.

Aufgewachsen ist Natascha in Stuttgart. Sie kommt aus einer Ballettfamilie und ist somit hinter der Bühne groß geworden. Natascha studierte Theaterwissenschaft und Anglistik an der Universität in Wien. Neben der Uni arbeitete sie freiberuflich, assistierte an verschiedenen Theatern. Nach einer Gastproduktion in München wurde sie als feste Regieassistentin und Spielleiterin für sieben Jahre engagiert. Erst wollte sie Sängerin werden, hat sich aber dann relativ schnell dazu entschieden, doch lieber hinter der Bühne zu arbeiten als auf auf der Bühne. Vor sieben Jahren hat sich Natascha selbständig gemacht. Nun setzt sie eigene Regieprojekte um (bis zu vier pro Jahr), wie eben unsere „Eloise“.

 

Anna BekeAnna Beke

Anna choreografiert unser Stück, sorgt aber auch in den Probenwochen jeden Morgen dafür, dass wir wach werden – nämlich mit einem besonderen Warm-up.

Schon mit vierzehn Jahren zog Anna nach Wien, um dort am Konservatorium ihre staatliche Ausbildung als Tänzerin zu beginnen. Sie absolvierte ihren Diplomabschluss als Bühnentänzerin und nahm anschließend das Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie auf.

Sie ist froh darüber, sich nicht für einen der Berufszweige entscheiden zu müssen. Sie ist bei CAMPUS, dem Kinder- und Jugendprogramm des Bayerischen Staatsballetts, tätig und gibt Ballettstunden. Außerdem arbeitet sie als Kulturpädagogin, wie eben mit uns, oder im museumspädagogischen Zentrum. Anna ist aber auch sehr interessiert im theoretischen Bereich und schreibt als Co-Autorin beim ersten deutschsprachigen Tanzlexikon mit. Theorie hilft ihrer Meinung nach gut im Tanz, genauso wie auch anders herum. Sie stand auch schon vor der Kinokamera. Wenn das kein vielseitiger und spannender Berufsweg ist!

 

Anna HaunerAnna Hauner

Bei unserem künstlerischen Jahresprojekt sorgt Anna dafür, dass unsere Stücke nach unseren probenfreien Phasen noch sitzen und bei Bedarf aufgefrischt werden. Sie ist eine von unseren Korrepetitoren, gibt uns also Tipps zur musikalischen Gestaltung und zur Gesangstechnik.

Anna Hauner studierte Klavier und Dirigieren und ist momentan an der Bayerischen Staatsoper als Korrepetitoren angestellt. Das bedeutet, dass sie mit den Sängern oder dem Chor neue Stücke einstudiert oder auch Stücke auffrischt.

 

Henriette Götz

Henriette Götz

Auch Henriette ist Korrepetitorin in unserer Produktion, unser „Vocalcoach“.

In früher Kindheit begeisterte sich Henriette für Blockflöte und Klavier. Mit beiden Instrumenten gewann sie mehrere Preise bei „Jugend musiziert“. In ihrer Jugend kamen das Saxophon und die Orgel hinzu. Ihre Leidenschaft zu musikalischen Leitertätigkeiten entdeckte sie durch Zufall, als sie als Schülerin der Oberstufe den Schulchor übernahm. Parallel legte sie die C-Prüfung in Orgel und Chorleitung bei der evangelischen Landeskirche ab.

Während ihres Musik- und Mathematikstudiums in Mannheim begleitete sie mehrere Projekte mit Kindern und Jugendlichen: Leiterin des Projekt-Kinder- und Jugendchores ANNA bei „Carmina Burana“ mit dem Konzertchor Darmstadt, Sonderpreis „Chor“ und Online-Publikumspreis beim UNICEF-Juniorbotschafter-Wettbewerb mit dem Musical-Projekt „Jedes Kind hat eine Stimme“, Jugendbegleiterin einer 5. Klasse Gymnasium in Musik, Uraufführung des eigenen Kindermusicals „Die Ratten von Hameln“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Olga SemenovichOlga Semenovich

Als Korrepetitorin in unserer „Eloise“-Produktion ist Olga vor allem für die Solisten zuständig und hilft ihnen, an ihren Einsätzen zu feilen.

Mit sieben Jahren besuchte Olga eine Musikschule in Weißrussland, später mit fünfzehn Jahren dann eine Musikfachschule und anschließend die Musik-Hochschule in Minsk. 2004 zog sie für ein Aufbaustudium am Münchner Richard-Strauß-Konservatorium nach Deutschland. Nach dem Abschluss ihres Studiums blieb sie selbständig und arbeitete freiberuflich an Theatern und individuell mit Solisten und Opernsängern. Sie spielt auch in zwei Bands: im „Trio Habana“ und im „Duo Cholcolate“. Durch Anna Hauner, die Olga seit zehn Jahren kennt, kam sie zu unserem Opernprojekt.

 

Claudia WeinhartClaudia Weinhart

Claudia Weinhart ist für das Bühnenbild unserer Opernproduktion zuständig, was bedeutet, dass sie den szenischen Raum unserer Handlung gestaltet.

Begonnen hat Claudia ihre Laufbahn 1998 an der Bayerischen Staatsoper und war dort zwei Jahre lang als Bühnenbildassistentin tätig. Sie ist eigentlich Diplomingenieurin für Architektur und ist nur zufällig beim Theater „gelandet“. Während ihrer letzten Produktion an der Staatsoper arbeiteten sie und Natascha zusammen und freundeten sich sehr schnell an. Inzwischen ist aus dem Quereinstieg schon längst Bestimmung geworden, denn seit 2004 arbeitet Claudia als selbständige Bühnenbildnerin und möchte gar nichts anderes mehr machen.

 

Dieter EisenmannDieter Eisenmann

Dieter ist bei uns der Kostümbildner, das heißt, er entwirft die Kleidung, die jeder einzelne von uns bei der Aufführung tragen wird.

Dieter war Tänzer an der Bayerischen Staatsoper. Er entschied sich jedoch dazu, noch etwas anderes zu machen. So begann er mit 35 Jahren sein Studium am Mozarteum in Salzburg. Er studierte Kostümbild und Bühnenbild, was eigentlich in seinem Alter gar nicht mehr möglich war. Dennoch wurde er aufgrund dessen, dass er Erfahrung im Tanzen hatte und sich gut im Theater auskannte, als ältester Student aufgenommen.
Seit einiger Zeit ist Dieter auch freiberuflich als Kostüm- und Bühnenbildner tätig. Dadurch lernte er Natascha und viele andere Regisseure kennen, mit denen er schon in den unterschiedlichsten Produktionen zusammen gearbeitet hat. Ihm gefällt dieser Beruf, weil jedes Stück sein eigenes individuelles Aussehen hat, um das er sich kümmern kann.

 

Laura TontschLaura Tontsch

Laura Tontsch ist die Regieassistentin von Natascha Ursuliak, was bedeutet, dass sie die Regisseurin bei ihrer Arbeit unterstützt. Sie kümmert sich um die schauspielerischen Szenen, springt aber auch gerne als fehlende Tänzerin oder Schauspielerin ein.

Laura studierte zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien. Vor zwei Jahren war sie erstmals als Regieassistentin tätig. Sie arbeitete gemeinsam mit Claudia und Natascha in Hamburg an einem Stück. Durch diese gute Bekanntschaft kam Laura schließlich in die Schweiz, wo sie mit Natascha „Eloise“ zum ersten Mal umsetzte. Zwischendurch arbeitete sie zusammen mit Claudia noch an anderen Produktionen. Somit hat sie besten Voraussetzungen, auch an unserer „Eloise“ mitzuwirken – auch wenn die völlig anders inszeniert wird…