Talissahs Reisetagebuch 8: Zehn Monate in den USA

Heute bin ich genau zehn Monate in den USA. Habe ein wenig mehr als eine Woche bis zu meinem Abflug. Meine Koffer (ja, es sind mehrere) sind schon voll gepackt, sodass ich meine letzten Tage hier genießen kann ohne den ganzen Stress bezüglich des Packens.

Das Jahr ist so wahnsinnig schnell vergangen, sogar schneller als es in Berlin vergeht.

Es ist so seltsam darüber nachzudenken, dass ich nächste Woche schon in Berlin sein werde. Ehrlich gesagt habe ich am Anfang und vor dem Auslandsjahr gar nicht viel über die Abreise nachgedacht, aber jetzt, da es gar nicht mehr lange hin ist, fällt mir auf, wie schwierig es sein wird, mein Leben hier hinter mir zu lassen. Ich vermisse meine (Gast-) Familie und meine zwei besten Freundinnen jetzt schon so sehr. Natürlich freue ich mich schon auf meine Familie und Freunde in Berlin und alles was Berlin mit sich bringt. Der Unterschied zwischen dem Abflug hier und dem Abflug damals von Berlin ist, dass ich wusste, ich werde in zehn Monaten wieder zu Hause sein. Ich weiß nicht, wann ich das nächste mal zu diesem zu Hause zurückkommen werde.

Talissahs Reisetagebuch 7: Niagara Falls

Von einigen meiner Highlights habe ich über das Jahr hinweg gar nicht berichtet, obwohl ich mir das zwischendurch vorgenommen habe. Das liegt daran, dass ich fast immer etwas zu tun hatte oder die doch sehr kurze Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht habe. Jetzt, da meine Eltern arbeiten, ich hier mit meinem Kaffee sitze und Lust darauf habe, zu schreiben, dachte ich mir: „Schreib ich doch mal ein bisschen was für den Blog.“

Über den Spring Break hat mich meine Gastfamilie von Ohio über Pennsylvania und schließlich nach New York (nicht NYC, sondern den Staat New York) gebracht. Dort sind wir in einem wunderschönen Ressort geblieben und haben von da aus alles Mögliche unternommen.

Wir haben die kanadische Grenze überquert. Meine Familie hat mich schließlich zu den Niagara Fällen gebracht hat. Einfach nur WOW! So ein wunderschönes Phänomen. Ich kann es gar nicht beschreiben, man muss es sich selber angucken.

Talissah Niagara Kopie

Talissahs Reisetagebuch 5: YFU-Treffen

Die Austauschorganisation YFU, die meinen Austausch organisiert, veranstaltet drei Pflichtveranstaltungen im Ausland während meines Aufenthaltes.

Abgesehen davon, dass man bei diesen Treffen wirklich nicht viel Neues lernt, da die YFU-Vertreter uns mit Informationen versorgen, die wir schon bei zahlreichen vorhergehenden Treffen bekommen haben, und durch diese eigentlich nur Benzin verschwendet wird (man ist hier abhängig vom Auto), habe ich bei dem zweiten Treffen einige gute Erfahrungen gesammelt. Weiterlesen

Talissahs Reisetagebuch 4: Meine Erleuchtung

von Talissah Dann

Hallo Freunde,

ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll: Gestern Nacht hatte ich eine Erleuchtung bezüglich meines Auslandsjahrtagebuches auf dem Stipendiatenblog. Ihr müsst wissen, ich gehöre zu den Menschen, die Tagebuch führen, wobei ich oft eher über meine Gedanken als über das eigentlich Geschehene schreibe.

Warum Tagebuch schreiben? „Ist doch viel zu viel Arbeit“ und „Was soll man denn überhaupt aufschreiben? Die Tagesroutine wird doch irgendwann langweilig!“ kriege ich ab und an zu hören. Weiterlesen

Talissahs Reisetagebuch 3

von Talissah Dann

Wow! Vier Monate sind schon vorbei. Die Zeit scheint hier noch schneller zu verfliegen als in Berlin. Es sind nur noch wenige Tage bis zum neuen Jahr. Es hat sich seltsam angefühlt, an Weihnachten nicht bei meiner Familie in Deutschland zu sein. Dennoch war mein Weihnachtsfest mit meiner amerikanischen Familie wunderschön. Ich habe eine ganz andere Art von Kirche kennengelernt. Die Kirche sah nicht aus wie eine Kirche sondern eher wie eine Konzerthalle, und es hat sich auch so angefühlt. In Deutschland wird der 24. Dezember als der Hauptfeiertag angesehen; hier ist es der 25. Dezember. Ich habe ehrlich gesagt überhaupt keine Geschenke von meiner Gastfamilie erwartet, da ich der Meinung bin, dass mich ein Jahr aufzunehmen definitiv Geschenk genug ist… aber nein. Meine Gastfamilie hat mir so viele tolle Geschenke gemacht.

Ich kann wirklich nicht in Worte fassen wie dankbar ich bin, dass mich diese Familie bei sich aufgenommen hat. Schon als wir „Thanksgiving“ gefeiert haben, wurden mir so viele Dinge bewusst, für die ich dankbar bin. Keine andere Gastfamilie hätte mich glücklicher machen können. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken.

Mein Finnland-Tagebuch, 2

von Lena Dieterle

Jetzt bin ich schon seit ca. zweieinhalb Monaten hier!!! Wie die Zeit vergeht… Ich kann mich noch so gut erinnern, wie ich mich auf die Reise gemacht habe. Auf die Reise ins Unbekannte, das mir mittlerweile gar nicht mehr so unbekannt ist.

Finnische Sprache…
…ist gar nicht so schwer. Bevor ich hierher gekommen bin, haben mich alle vorgewarnt, wie kompliziert und schwer Finnisch sei. Lohnt es sich überhaupt, Finnisch zu lernen? Sich die Mühe zu machen und dann eine Sprache zu sprechen, die nur wenige Millionen Menschen ebenso sprechen. Weiterlesen

Talissahs Reisetagebuch 2

von Talissah Dann

In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja bereits, die Sportart „Cross country“ erwähnt, der mein Gastbruder seit vielen Jahren nachgeht. Mittlerweile gehöre ich auch zu dem Team. Unser Trainingsplan: jeden Tag nach der Schule zwei Stunden Training und jeden Samstag ein sogenanntes „Racing“, an dem viele Teams teilnehmen, um 3.1 Meilen zu laufen. Mit dieser Angabe konnte ich zunächst auch nicht viel anfangen. Mittlerweile weiß ich, dass es sich dabei um 5 Kilometer handelt. Ich bin so unglaublich nervös vor meinem ersten Rennen, dass ich bei diesem Rennen als erstes Mädchen von unserem Team durch das Ziel komme. Die 3.1 Meilen scheinen endlos, vor allen Dingen, wenn man bestimmte Strecken mehrmals laufen muss. Und dann am Ende noch dieser unüberwindbar scheinende Hügel, den ich schließlich runtertaumele. Dann endlich der beste Teil des ganzen Wettlaufes: Das Ziel.