Lies doch mal wieder…!

von Andrea Anspieler

© Lupo / pixelio.de

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Bei allen Förderplangesprächen verweilen wir unweigerlich bei einem Thema: Lesen! Dann wird das Gespräch lebendig – oder es herrscht betretenes Schweigen. Letzteres oft bei den Jungen. Deshalb kam mir die Idee, dass gute Leseerfahrungen – von den lesenden Stipendiaten oder jenen, die mal eine überraschend gute Leseerfahrung gemacht haben – an ihre Mitstipendiaten weitergegeben werden: keine Rezensionen oder Erörterungen, einfach kleine Empfehlungen, die neugierig machen auf ein Buch! Und Lust aufs Lesen!

Das ist natürlich ausbaufähig, zum Beispiel in einer Runde: Lesen Jungen meist andere Bücher als Mädchen?

Viel Spaß beim Stöbern im hoffentlich schnell wachsenden Blog!

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„Gone“ von Michael Grant

Eine Buchbesprechung von Ayce Erdem

„Gone“ ist ein Fantasy-Roman von Michael Grant, der im Jahr 2008 vom „Electric Monkey-Verlag“ auf Englisch veröffentlicht wurde.

Der Inhalt: Im Bruchteil einer Sekunde verschwinden sie plötzlich. Die Lehrer, die Eltern, die Geschwister, alle über 15-Jährigen verpuffen in der kleinen Stadt Perdido Beach. Geblieben sind nur die geschockten und ahnungslosen Kinder. Und die wissen nur eines: Sie sind durch eine elektrische Kuppel abgeschottet vom Rest der Welt, in der seltsame Dinge vor sich gehen. Allmählich beginnen die Kinder, übernatürliche Fähigkeiten zu entwickeln –  bis sie 15 Jahre alt sind, dann verschwinden sie auch wie die anderen.

Als das Chaos auszubrechen droht, übernimmt der charmante Caine Soren die Führung. Zu spät merken die Kinder, dass Caine nichts Gutes im Sinn führt, doch keiner hat die Macht, es mit ihm aufzunehmen. Allein der gutmütige Sam kann ihm die Stirn bieten, jedoch hat er keinerlei Absichten, Anführer der Hinterbliebenen zu werden. Lieber macht er sich mit seinen Freunden Quinn und Astrid auf den Weg, Astrids kleinen Bruder Pete zu finden, wobei sie auf den Grund der Katastrophe kommen. Doch das nächste Problem steht ihm schon bevor. In ein paar Tagen wird er 15, und er darf seine Freunde auf keinen Fall im Stich lassen, denn Caine hat es aus besonderen Gründen auf ihn abgesehen…

„Gone“ zeigt uns mit fantasievoller und origineller Art, wie die Welt ohne Gesetze wäre und wie schmal die Grenze zwischen Gut und Böse ist. Ein tolles Beispiel für die Anpassungsgabe und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern, die in die Rollen der Erwachsenen gezwungen werden. Mit unzählig vielen Charakteren erscheint das Buch sehr lebhaft, man erlangt so einen großen Überblick über die Situation in Perdido Beach und entwickelt Verständnis und Sympathie für die einzelnen Figuren. Die Spannung wird unter anderem auch dadurch erzeugt, dass immer wieder Personen hinzugefügt werden und sich somit die Frage stellt, welche Rolle sie zukünftig spielen.

Die Brutalität und Boshaftigkeit ist in „Gone“ sehr groß, aber dadurch wirkt das Buch nur noch realistischer. Die Besonderheit an „Gone“ ist, dass die Handlung nie vorauszusehen ist und man immer wieder von Einzelheiten überrascht wird. Doch eins lässt sich sicher sagen: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite bestehen!

„Sehr blaue Augen“ von Toni Morrison

Eine Buchbesprechung von Mine Aktas

Mit neun Jahren von ihrem eigenen Vater vergewaltigt, schwanger, von der Mutter nicht akzeptiert. Das ist die Geschichte des kleinen afroamerikanischen Mädchens Pecola. Jede Nacht betet es für blaue Augen und blondes Haar, um endlich einmal schön sein zu dürfen und von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Weiterlesen

Mein Hobby: 2. Hornistin im Jugend-und Blasorchester Leipzig

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Viele Jugendliche und Kinder denken, ein klassisches Musikinstrument zu spielen sei langweilig. Man muss stundenlang üben und hat viel Arbeit. Aber besonders wenn man in einem Orchester musiziert, kann man viel Spaß haben und schöne Dinge erleben. Ich spiele Waldhorn im Jugend- und Blasorchester Leipzig und werde hier jetzt ein wenig darüber erzählen, wie das so ist.

von Emilie Grallert

Ich spiele mein Instrument seit ich sieben Jahre alt bin, also seit ungefähr sieben Jahren, und darauf gebracht hat mich meine Mutter. Sie spielt nämlich auch im selben Orchester das gleiche Instrument wie ich. Immer wenn sie zu Hause geübt hat, habe ich mir gedacht: „Das klingt so schön, das möchte ich auch können!“ Weiterlesen

„Sie wollen uns müde machen“

Etwa 800 Jahre liegt der Sängerkrieg auf der Wartburg schon zurück. Am 6. September 2013 wurde er in moderner Form wiederbelebt: Der Verein Highslammer e.V. richtete die Landesmeisterschaft der Poetry Slammer von Thüringen auf der Wartburg aus. Und es waren mehr als würdige Nachfolger, die antraten, um den Wettbewerb zu gewinnen, obwohl es darum eigentlich nur in zweiter Linie geht. Im Vordergrund steht nämlich die Freude am Dichten und Vortragen der Texte.
von Raphael Fischer

Die Regeln sind einfach und schnell erklärt: Die Slammer haben sieben Minuten, um ihren selbstgeschriebenen Text vorzutragen. Dabei dürfen sie keine Requisiten benutzen, Körpereinsatz hingegen ist erlaubt und auch erwünscht. Das ist dann aber auch schon alles an Regeln. Vielfalt ist das Motto. Weiterlesen

Let’s dance!

Breakdance ist eine Tanzart, die weit entfernt von „klassischen“ Tanzstilen ist. Und doch ist das Ziel dieser athletischen Kunstform dasselbe wie das ihrer klassischen „Konkurrenten“: (Junge) Menschen zum Tanzen zu bewegen. 

von Le Vu

Breakdance, oft auch als Breaking oder B-boying bezeichnet, ist ein Teil der Hip-Hop-Bewegung, die im New York der frühen 1970er als Alternative zu Gangs (und deren Gewalt) entstanden ist. Damit stand Breakdance von Anfang an für die Akzeptanz aller Menschen unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht.

Da Breakdance eine enorm vielfältige Tanzart ist, kann zu Hip-Hop und Funk, aber auch zu Elektromusik und House getanzt werden. In seiner Entstehung wurde der Tanz maßgeblich vom Rocking, diversen James Brown-Tanzschritten, dem Bodenturnen sowie den damals populären Kung-Fu-Filmen geprägt.  Weiterlesen

„Neurologen haben neulich herausgefunden, dass das Publikum den ersten Satz eines Vortrags gar nicht verarbeiten kann, ihr Penner!“

BildRiesiger Andrang. Besucher aus allen Altersgruppen. Aufgeregte Leute, die verzweifelt versuchten, vor der Volksbühne noch eine Karte zu ergattern- egal wie teuer. Richtig, es ist die  Rede von den Berliner Stadtmeisterschaften im Poetry Slam 2011.

Am 29.12. bewiesen zwölf „Slamer“ aus den verschiedensten Stadteilen Berlins ihr poetisches Können, ihre Leidenschaft für Dichtkunst und ihr Talent, Texte zu präsentieren. Doch Poetry Slam ist nicht nur das einfache Vorlesen von Gedichten, es ist Musik aus Worten, ein Feuerwerk aus Poesie, ein Schlagabtausch mit Buchstaben. Und das Publikum besteht nicht einfach nur aus Zuhörern. Viel mehr besteht es aus Teilnehmern, weil jeder mitentscheidet, wer Berliner Stadtmeister 2011 wird. Mit Klatschen, Trampeln, Jubel und Pfiffen wählen die Zuhörer drei der zwölf Poeten ins Finale. Jeder brüllt am lautesten bei seinem Favoriten.

Doch oft fiel dieses Jahr die Wahl nicht leicht. Manchmal wurde laut geschrien, dass doch noch mehr „Slamer“ wegen ihrer hervorragenden Werke ins Finale kommen sollten. Denn die Texte der Poeten waren alle einzigartig- genau wie die Präsentationen. Für jeden war etwas dabei. Mal wurden Texte gesungen, mal gerappt, mal geschrien, mal betont monoton abgelesen, mal waren sie mit einem Beat unterlegt. Es gab alle Variationen von Rhythmus, Lautstärke, Schnelligkeit, Betonung, Gestik und Mimik. Jeder Poet hatte ein eigenes Image. Der unpolitische Finalist Karsten Lampe konnte mit Statements punkten wie: „Immer, wenn die Menschen in meiner Umgebung anfangen, von Politik zu sprechen, höre ich das Rauschen von Wellen.“ Der depressive Nico Semsrott las den Zuhörern von den Sätzchen aus seinen „Unglückskeksen“ vor, nachdem er sie mit „Penner“ begrüßt hatte. Ein Beispiel: „Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast du´s hinter dir!“                                                       Doch letztendlich wurde der rote Hammer, die Trophäe des Stadtmeisters, dann an Julian Heun übergeben. Mit seinem Text über den alles liebenden Ameisenmann („Ameisenmann mag Bier…Ameisenmann mag AIDS. Super berühmt. Super gefährlich. JA!“) gelang es ihm, das Publikum für sich zu gewinnen. Die Erfindung des Ameisenmanns, eines pokemonähnlichen Wesens, das von sich in der dritten Person spricht, sorgte für zahlreiche Lachkrämpfe. Natürlich hatte Julian aber einen Grund, gerade einen Ameisenmann zu erfinden. Ameisen sind nämlich besonders. Laut Julian  können Ameisen „das Einmillionenfachste  ihres eigenen Körpergewichts tragen….                                                            und bauen nichts als hässliche Haufen. Einfach weil´s alle machen.“

Für die berliner Zuschauer gibt es natürlich glücklicherweise mehr als einmal im Jahr die Möglichkeit, einen solchen poetischen Schlagabtausch mitzuerleben, weil es u.a. auch noch den King Kong Slam, den Weddingslam, den Kreuzberg Slam und viele weitere Wettkämpfe gibt. Auch für die, die mal etwas Neues ausprobieren wollen und bis jetzt noch nie zuvor vom Poetry Slam gehört haben, bieten die verschiedenen Lesebühnen abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Stadtmeisterschaft war ein voller Erfolg und, wenn ihr im nächsten Jahr dabei sein wollt, solltet ihr wahrscheinlich schon jetzt nach Karten Ausschau halten….(„ihr Penner“).

Von Julius Kittler

Die fantastische Welt von Oz

Quelle: filmfutter.com

Von Marcus Scholz
Dem Zirkusmagier Oscar „Oz“ Diggs fehlt es nicht an nötigem Selbstbewusstsein: Er hält viel von sich und war bisher mit seinem Charme in der Zirkus- und vor allem auch Frauenwelt sehr erfolgreich. Das geht so lange gut, bis er eines Tages durch einen mysteriösen Sturm in dem fantastischen und farbenfrohen Königreich „Oz“ landet. Dort trifft er zunächst die Hexe Theodora, die er mit Charme und Charisma für sich erobert – was er später jedoch bitterlich bereuen wird.

Theodora führt ihn zur Hexe Evanora. Diese weiht ihn in die Prophezeiung des Reiches ein und eröffnet ihm, dass er DER Zauberer sei, auf den alle im Königreich schon sehsüchtig gewartet haben, um die böse Hexe zu bekämpfen und den Thron der Smaragdstadt zu erobern. Dort angekommen durchschaut Evanora, Theodoras Schwester, den „Zauberer“ schnell und bemerkt, dass er nicht der große Held sein wird den sie sich erhofft hatten.

Quelle: diepresse.com

Die Hexe Glinda in Aktion

Jedoch gibt sie die Hoffnung nicht auf und bereitet ihn auf die Begegnung mit Glinda, der „bösen“ Hexe, vor. Also begibt sich Diggs auf den gelben Ziegelsteinweg, um seinem Schicksal freien lauf zu lassen…

Die fantastische Welt von Oz ist ein farbenfroher Spielfilm von Sam Raimi, der für die ganze Familie geeignet ist. Wer den Klassiker von 1939 mag, wird diesen Film lieben, denn mit seiner plötzlichen Wende wird dieser Film nicht langweilig und bleibt reizvoll und spannend bis zum Schluss.

Die fantastische Welt von Oz, USA 2013

Regie:             Sam Raimi
Drehbuch:       Mitchell Kapner, David Lindsay-Abaire.
Kamera:          Peter Deming
Mit James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz, Michelle Williams, Zach Braff
Disney, 130 Minuten

Quelle: filmfutter.com

Das offizielle Plakat

Andere Pressestimmen:
„Die fantastische Welt von Oz“ ist die prächtige Vision einer Märchenwelt in spektakulären 3D-Bildern, aber auch eine liebevoll erzählte Geschichte vom tröstlichen Zauber der Illusionen und von der Magie echter Freundschaft.“ (Filmstars.de)

„Die fantastische Welt von Oz“ ist ein Hollywood-Spektakel, mit den üblichen Showdowns und Effekten und der unvermeidlichen Filmmusik von Danny Elfman – inzwischen ist sowas dann, leider, Dutzendware.“ (süddeutsche.de)

„Ich will etwas vermitteln!“

Ein Teil der ausdrucksstarken Frankfurter Skyline

Ein Teil der ausdrucksstarken Frankfurter Skyline

Journalismus ist für viele Menschen eine großartige Art sich auszudrücken. Oder auch nur eine Gelegenheit, die eigene Meinung in die Welt zu schreien. Darf ja jeder so machen und sagen, was er denkt und was einen beschäftigt. Wir befinden uns in Frankfurt am Main, im 21. Stock des Opern Turms, dem Büro der Roland Berger Stiftung. Herrliche Sicht über die Stadt bei strahlendem Sonnenschein. Fast zu schön, um mit Maxi (!) über Journalismus zu reden. Doch dann erzählt die fünfzehnjährige Zeitungs-Redakteurin der Jugendseite „Scenario“, die hier Stipendiatin im Programm „Fit für Verantwortung“ ist, Erstaunliches. Etwa, wie man in so jung schon in den Beruf Journalist findet. Da mussten wir einfach nachfragen…