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Interview mit der Regisseurin Therese Schmidt

Reporter: Wie sind Sie dazu gekommen, Regisseurin dieses Projekts zu werden?

Schmidt: Manfred Weiß von der Semperoper hat mich gefragt, ob ich diesen Job übernehmen möchte, weil er mich als Regisseurin kannte. Und das wollte ich natürlich sofort. Ich habe schon viel mit Kindern zusammengearbeitet, und das ist auch immer eine spannende Sache, deswegen fand ich von Anfang an, dass das ein tolles Projekt ist.

Reporter: Denken Sie, dass dieses Stück für Kinder und Jugendliche geeignet ist?

Schmidt: Es ist ja direkt für euch geschrieben, von daher gibt es kein Stück, das geeigneter wäre. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese Kinder und Jugendlichen das bravourös machen werden.

Reporter: Was gefällt Ihnen an der bisherigen Arbeit mit uns?

Schmidt: Mir gefällt, dass alle wahnsinnig offen sind, neugierig und voller Tatendrang. Alle sind so voller Kraft und Begeisterung. Ich bin sicher, dass am Ende ganz tolle Ergebnisse erzielt werden, weil einfach alles richtig gut mitmachen. Es macht mir großen Spaß.

Reporter: Arbeiten Sie oft mit Kindern zusammen?

Schmidt: Ja, ich habe ja schon drei ähnliche Projekte gemacht, also drei Opern mit Jugendlichen. Es ist ein großer Teil meiner Arbeit und macht mir viel Spaß.

Reporter: Wie stehen Sie zu der Arbeit mit Kindern? Arbeiten Sie lieber mit Erwachsenen?

Schmidt: Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, obwohl man bei beidem die gleichen Methoden anwendet um Schauspiel, Gesang und Tanz zu vereinen. Aber es macht beides Spaß, man kann es nicht wirklich vergleichen.

Reporter: Haben Sie schon einmal etwas Vergleichbares gemacht?

Schmidt: Nicht in der Größe, also nicht mit knapp 150 Kindern. Das größte Stück bis jetzt war mit 30 Kindern, also gar kein Vergleich.

Reporter: Welches große Stück würden Sie gern inszenieren?

Schmidt: Das ist schwer zu beantworten, es gibt so viele tolle Opern. Ich habe keine direkte Lieblingsoper.  Es gibt zu viele, die ich ganz toll finde, zum Beispiel alle Mozart-Opern. Wenn man da jetzt einmal anfangen würde, sie aufzuzählen, würde es Stunden dauern.

Interview mit dem Komponisten Johannes Wulff-Woesten

Reporter: Wie sind Sie zu dem Beruf Komponist gekommen?

Wulff-Woesten: Ich habe schon als Kind mit dem Komponieren begonnen. Zuerst spielte ich Geige und später habe ich Klavier gelernt. Für Kinder in einem Kinderchor habe ich einige Stücke geschrieben, da mich die Kantorin des Chors darum bat. Später habe ich mich auf das Klavierspielen konzentriert und ich habe an der Musikhochschule in Weimar Komposition, Dirigieren und Klavier studiert.

Reporter: Wie schafft man es, neue Stücke zu kreieren?

Wulff-Woesten: Am Anfang braucht man eine Idee und ein Thema, mit dem man etwas ausdrücken möchte. Man muss sich überlegen, mit welchen musikalischen Mitteln man ein Stück gestaltet. Mir wurde bei eurem Stück das Buch „Die Konferenz der Tiere“ vorgegeben und mir wurde gesagt, dass ich etwas Musicalähnliches für euch schreiben sollte. Ich wollte mich nicht genau an ein Musical festklammern, also habe ich die Stile Slapstick und Filmmusik gewählt und somit etwas leicht Musicalähnliches komponiert.

Reporter: Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Musical zu komponieren?

Wulff-Woesten: Mich inspirierte unter anderem die Grundidee des Stückes und die politische Botschaft, die Welt zu retten. Außerdem gibt es in dem Stück viele Charaktere, die man inszenieren kann.

Reporter: Arbeiten Sie oft mit Kindern zusammen?

Wulff-Woesten: Leider nicht. In der Semperoper arbeite ich mehr mit Profisängern und manchmal auch mit Studenten.

Reporter: Haben Sie schon einmal ein vergleichbares Projekt gemacht?

Wulff-Woesten: Nein, aber als Kind habe ich für einen Chor ähnliche Stücke komponiert.

Reporter: Wie lange dauert es, so ein Musical zu komponieren?

Wulff-Woesten: Ich habe für beide Teile des Musicals jeweils ein Vierteljahr gebraucht. Da ich noch die Instrumentation hinzufügen musste, hat es insgesamt ein Jahr gedauert.

Reporter: Worin unterscheiden sich Kindermusicals von „normalen“ Musicals?

Wulff-Woesten: Meistens unterscheiden sich diese beiden Arten nicht sehr von einander. Jedoch sind Kindermusicals ursprünglicher, natürlicher, farbiger und abwechslungsreicher. Außerdem gibt es in eurem Stück sehr viele Chöre, wohingegen es in „normalen“ Musicals und Opern nur einen Chor gibt. Bei Kindern muss man beim Komponieren zudem mehr auf die Stimmlagen achten.

Reporter: Sind Sie jetzt eigentlich schon fertig mit dem Komponieren?

Wulff-Woesten: Ich bin fast fertig, nur die Instrumentation muss noch hinzugefügt werden.


Ferienakademie Hormersdorf 2011 – Projekt „Konferenz der Tiere“

Seit Juni 2011 nehmen die Stipendiaten des FairTalent-Programms das Projekt in Angriff, ein eigenes Theaterstück zu produzieren. Dabei wird unter professioneller Anleitung der Semperoper Dresden eine eigene Version von Erich Kästners Klassiker „Die Konferenz der Tiere“ als tierische Revue auf die Bühne gebracht. In der letzten FairTalent-Ferienakademie im Juli wurde die vorläufige Rollenverteilung festgelegt und erste Tänze und Lieder einstudiert. Doch bevor die praktische Arbeit begann, mussten die Regisseurin Therese Schmidt und ihr Team aus der Semperoper bei den angehenden Schauspielern erst Hand anlegen. Die anfänglichen Versuche gestalteten sich schwierig, doch man sieht die Fortschritte bei jedem Einzelnen von Tag zu Tag. Weiterlesen

Worüber redest du mit Roland Berger? – „Smalltalk halt.“

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Samstag. Vormittag. Strahlend blauer Himmel. Ein weißer Tower in der City von Frankfurt Main. Im 21. Stockwerk der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, treffen sich Elsa und das Redaktionsteam um Julius. Die Lobby ist hell durch die Sonne beleuchtet und Stipendiatin Elsa setzt sich entspannt auf den Boden. Es ist keine Spur von Nervosität und Anspannung zu vernehmen. Na toll, dann kanns ja losgehen. Man redet über nicht weniger als: Den Sinn, die Zukunft und darüber, ob die Berühmtheit des Stiftungsgründers auf die Stipendiaten abfärbt. Weiterlesen

Was mache ich eigentlich hier?

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OpernTurm. Sitz der Roland Berger Consultants GmbH, seit einem Jahr auch Sitz der Roland Berger Stiftung in Frankfurt

Arnstadt, bei Erfurt, ist die Heimat von Martin. Großgewachsen, liebenswürdig, etwas schüchtern und nervös.Vor kurzem hat er angefangen, Gitarre zu spielen. Er geht gern ins Fitnessstudio.  Ein ganz normaler Fast-Sechzehnjähriger, also.  In der Schule strengt sich Martin an, weil er etwas erreichen möchte. Er geht gerne in die Schule. Er will hoch hinaus. Eigentlich ist er da schon, an diesem sonnigen Samstag: Wir sitzen im 21. Stockwerk des Opernturms in Frankfurt am Main. Dem Sitz der Roland Berger Stiftung. Hier ist Martin seit einem Jahr Stipendiat bei „Fair Talent“, einem Schülerstipendium für besonders begabte und engagierte Kinder und Jugendliche. „Was mache ich eigentlich hier?“, hat er sich am Anfang noch gefragt. Tja, das wollen wir nun auch wissen. Weiterlesen

„Ich will etwas vermitteln!“

Ein Teil der ausdrucksstarken Frankfurter Skyline

Ein Teil der ausdrucksstarken Frankfurter Skyline

Journalismus ist für viele Menschen eine großartige Art sich auszudrücken. Oder auch nur eine Gelegenheit, die eigene Meinung in die Welt zu schreien. Darf ja jeder so machen und sagen, was er denkt und was einen beschäftigt. Wir befinden uns in Frankfurt am Main, im 21. Stock des Opern Turms, dem Büro der Roland Berger Stiftung. Herrliche Sicht über die Stadt bei strahlendem Sonnenschein. Fast zu schön, um mit Maxi (!) über Journalismus zu reden. Doch dann erzählt die fünfzehnjährige Zeitungs-Redakteurin der Jugendseite „Scenario“, die hier Stipendiatin im Programm „Fit für Verantwortung“ ist, Erstaunliches. Etwa, wie man in so jung schon in den Beruf Journalist findet. Da mussten wir einfach nachfragen…